Club der Freunde

50 Jahre Mundenhof (4)

Mundenhof-Tierpfleger im Interview: "Du brauchst ein Gefühl für Tiere"

Zusammengerechnet haben Peter Mattuscheck und Alfred Rießle 69 Jahre Mundenhof erlebt. Im Interview erzählten sie von Mopedjagden, Wunden und Heldentaten.

BZ: Sie haben jahrzehntelang mit wilden Pumas, bissigen Affen und durchdrehenden Ochsen gearbeitet – wie, bitte schön, haben Sie es geschafft, dass Sie noch alle Finger, Nasen und Knochen beieinander haben?
Mattuscheck: Mein Schutzengel hat wunderbare Arbeit geleistet. Den schließe ich täglich in mein Gebet ein – anscheinend hat es geholfen.

BZ: Geholfen haben sicherlich auch einige Ärzte der Uniklinik...
Mattuscheck: Da war ich Stammgast! Vor allem in meinen Anfangsjahren. Einmal hat mir beim Misten ein Gaul voll eins auf die Zwölf gegeben. Ich habe es im Schock verdrängt – und es erst bemerkt, als mich der damalige Direktor Klemp fassungslos anstarrte und fragte, was ich nun schon wieder gemacht habe. Mir ist das Blut runtergelaufen, die Zähne hat’s mir nach oben geschoben, der Unterkiefer war gebrochen – und im Spital haben sie mich begrüßt mit: Herr Mattuscheck, was war es diesmal?
Rießle: Ich musste zum Glück nur eine Woche im Krankenhaus verbringen. Ein Pferd war über mich drüber, irgendwas war am Bein, fetter Bluterguss oder so.
Mattuscheck: Am meisten hatte ich immer Angst vor Affenbissen, von denen man doch so einige abbekam. Die Reißzähne der Tiere sind messerscharf. Das Gefährliche an einem Affenbiss sind die Bakterien, von denen man richtig blöde Krankheiten bekommen kann. ...

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