Club der Freunde

Gesundheit

Mit psychischer Erkrankung gibt’s oft keine Chance auf den Traumjob

Wer aufgrund einer psychischen Erkrankung Lücken im Lebenslauf aufweist, wird häufig aussortiert. So ergeht es Melanie Leisinger, die an einer sozialen Phobie erkrankt ist.

Dienstagmittag. Sie sitzt am Küchentisch in ihrer Wohnung, schüttelt den Kopf und sagt: "Ich schaffe es einfach nicht." Schon am Morgen saß sie dort. Das Telefon vor sich auf dem Tisch. Sie hat die Nummer rausgesucht, die sie eintippen will, und sorgfältig notiert. Hat sie überprüft. Ihre Finger zittern. Sie versucht zu wählen, die Finger irren über den Tasten. Ihr wird heiß. Stimmt die Nummer auch wirklich? Sie lässt die Hand sinken, überprüft die Nummer nochmal. Hebt die Finger wieder, spürt ihren rasenden Herzschlag wie ein Dröhnen bis in den Kopf. Die Minuten tropfen in die Stille der Küche. Eine Stunde später steht das Telefon wieder in der Ladestation. Unbenutzt.

"In dem Moment, in dem man in Deutschland zugibt, dass man psychisch krank ist und sich eine Diagnose geben lässt, kann man sich von seinem Lieblingsjob verabschieden." Melanie Leisinger Ihre Freunde studieren inzwischen alle. Melanie Leisinger aber arbeitet seit einem halben Jahr am Empfang eines großen deutschen Unternehmens in einer südbadischen Kreisstadt. Dass sie dort nach langer Jobsuche überhaupt ein Vorstellungsgespräch bekommen hat, verdankt sie einem Familienmitglied. Leisinger heißt anders, ihren Namen ...

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