Club der Freunde

Pandemie

Meine Meinung: Uns Studierenden wird ein Lebensgefühl genommen

Restaurants, Schulen und Bars haben offen und Studierende lernen weiterhin online. "Ein ganzer Lebensabschnitt findet vor dem Laptop statt, es gibt keinen Austausch und keine Kommunikation." fudder-Autorin Annika Kessel ist gefrustet.

Seit drei Semestern findet die Uni nun online statt. Und das, obwohl sich das restliche Leben allmählich normalisiert. Was den Verantwortlichen der Universität dabei nicht klar zu sein scheint: Was alles verloren geht, wenn sich ein ganzer Lebensabschnitt nur noch vor dem Laptop abspielt – und auch, was sie selbst dadurch aufgibt.
"Das kratzt mich alles überhaupt nicht."
Es ist Dienstagmorgen, viertel vor acht. Mein Wecker klingelt zum fünften Mal innerhalb der letzten halben Stunde und ich quäle mich endlich aus dem Bett. In der Küche hat eine überambitionierte Mitbewohnerin schon Kaffee gekocht, ich schenke mir eine Tasse ein, die ich trinke, während mein Porridge auf dem Herd blubbert. Mit dem fertigen Frühstück und einer zweiten Tasse Kaffee bewaffnet, schlappe ich zurück in mein Zimmer. Noch immer in der Schlafanzughose, jetzt aber mit gesellschaftskonformer Bluse bekleidet, klappe ich meinen Laptop auf und betrete das Zoom-Meeting.
Die Kamera bleibt dabei erst einmal aus, wie bei 70 Prozent meiner Kommilitonen – vor allem um diese Uhrzeit. Halbherzig höre ich dem Dozenten zu, dessen Kind man im entfernten Hintergrund auf einen Pappkarton trommeln hören kann. Und während ich die Erdnussbutter von meinem Porridge picke und mich ...

Wenn Du diesen Artikel lesen möchtest, solltest Du Mitglied werden in fudders Club der Freunde. Du unterstützt auf diese Weise jungen Journalismus in Freiburg.


Als Bonus gibt's für Dich exklusive Veranstaltungen und Gewinnspiele und vieles mehr: Elf Gründe, warum wir Dein Geld wert sind >>

Bist Du schon Mitglied in fudders Club der Freunde? Bitte einloggen >>