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Meine Meinung: Tiktok ist die dümmste App der Welt

Maxim Melzer

Tiktok wächst und wächst. Die App aus China, auf der kleine Videoclips zufällig abgespielt werden, hat mittlerweile rund fünf Millionen monatliche Nutzer – in Deutschland! Leider, findet unser Autor Maxim: Tiktok ist geballte Zeitverschwendung gepaart mit Dummheit.

Tanzvideos, neben irgendwelchen 13-Jährigen, die Schminktipps geben, danach ein lebensmüder Skifahrer, der offensichtlich für ein paar Klicks sterben würde – mit Tiktok hat sich all das Schlechte des Internets auf eine App konzentriert. Tiktok, das ist Zeitverschwendung in Perfektion. Man kann einen Tag auf Tiktok verbringen, ohne auch nur eine Sache zu lernen. Und wenn man einfach nur die Langeweile bekämpfen will, ist die Videoapp auch nichts. Außer man kann sich hyperaktive Jugendliche, lebensmüde Sportler und Schminktipps-Mädels anschauen, ohne dabei Aggressionen zu bekommen.


Tiktok ist der Beweis, dass es eine Altersbeschränkung auf Smartphones geben sollte – und ein Mindest-IQ. Es ist gar nicht anders möglich dort etwas hochzuladen, wenn dieser unterschritten wird. Welcher Mensch sitzt gelangweilt auf dem Sofa und denkt: "Warum nehme ich jetzt nicht 100 Mal ein 30-sekündiges Video auf, um eines davon hochzuladen, in dem ich so mache als würde ich singen." Eigentlich unglaublich, dass es dort überhaupt Videomaterial gibt. Unendlich viel. Und unendlich dumm.

Kritik unerwünscht

Abgesehen von der Unnötigkeit, die Tiktok impliziert, hat das dahinterstehende Unternehmen Bytedance einen schwierigen Ruf. Wird es ein Mal politisch und etwas sinnvoller, dann geschieht das: Im November sperrte das chinesische Videoportal ein Video, in dem ein 17-jähriges Schminktipps-Mädel den Umgang der chinesische Regierung mit den Uiguren, einer muslimischen Minderheit im Norden Chinas, kritisierte. Außerdem kursieren immer wieder Vorwürfe, Tiktok würde die Daten der Nutzer speichern – und diese könnten dann beim chinesischen Staat landen.

Man kann es auch so sehen: Das einzige Gute an Tiktok ist, dass alle verblödeten 13-Jährigen dem chinesischen Staat beim Überwachen massig Zeit stehlen. Wenn er stattdessen, keine Minderheiten unterdrücken oder Protestanten einsperren kann, hätte die App doch etwas Gutes.

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