Neu in der Stadt

Meine Meinung: In Freiburg herrscht eine unvergleichliche Atmosphäre

Tim Bergfeld

Wer neu in Freiburg ankommt, kann erfahren, was Liebe auf den ersten Blick heißt. Eine moderne, lebendige und entspannte Stadt, die trotzdem die Tradition hochhält.

Als ich mich an einem Sommermorgen auf den Weg in die Freiburger Innenstadt mache, merke ich sofort: Ich bin im Süden. Die Luft ist lau und das Licht scheint besonders klar. Das Leben spielt sich in den Straßen ab, die Menschen genießen das Wetter, die Cafés und Biergärten sind voll. Überall sind Fahrräder und Roller unterwegs, viel mehr als in meinem Zuhause Darmstadt. Ich sehe Graffiti-Künstler unter der Brücke an der Dreisam, die mit Sprühdosen hantieren und viele Straßenmusiker, die durch ihre musikalische Untermalung die Atmosphäre noch lebendiger wirken lassen.

Meine Heimatstadt wirkt dagegen abweisend, nach der Brandnacht 1944 wurden viele alte Häuser nicht wieder aufgebaut. Mit der äußeren Schönheit von Freiburg kann Darmstadt kaum mithalten. Natürlich ist Darmstadt auch Studierendenstadt und hat einige besondere Orte. Aber insgesamt scheint in Freiburg die Atmosphäre angenehmer, überall herrscht Geschäftigkeit, aber ohne Hektik.

In der Stadt herrscht eine besondere Atmosphäre

Bei meinem Großvater im Rieselfeld gefällt es mir sehr, es ist Leben auf den Straßen und trotzdem ruhig. Die Mehrfamilienhäuser sind modern gestaltet, aber es gibt keine Bausünden. Überall sind Bäume und Grünflächen integriert, es gibt viele Spielplätze, ein paar kleine Läden und zwei Supermärkte. Der Mundenhof ist nicht weit und ich konnte bis vor kurzem abends noch die Klänge des Zelt-Musik-Festivals hören. Mit der Bahn brauche ich keine 20 Minuten in die Stadt. Ich gehe bei dem Arbeitsplatz meines Praktikums vorbei. Der ist direkt am Martinstor, zentraler geht es kaum, und die Kulisse ist fast schon kitschig schön.

Mein Spaziergang führt mich auch aus der Innenstadt heraus. "Wiehre bleibt sexy!", steht auf einem Stromkasten in der Turnseestraße. Die Wiehre ist besonders ruhig und idyllisch. Es gibt sogar Häuser im Jugendstil, was mich dann doch an Darmstadt erinnert. An der Dreisam entlang gehe ich zum Ganter-Biergarten, dort ist viel Platz, das Essen darf man selbst mitbringen, kalte Getränke gibt es vor Ort und man sitzt direkt oberhalb des Flusses. Ich steige auch auf den Schlossberg und genieße die Aussicht auf die Stadt und das Münster. Dann gehe ich zurück in die Innenstadt. Auf dem Markt kann man leckere Würstchen essen und neben Obst- und Gemüseständen gibt es auch einige Kunsthandwerker,die Handgemachtes anbieten. Auch ins Münster kann man kostenlos hineingehen, innen ist es kühl und die gotische Bauweise mit der hohen Decke wirkt majestätisch. Freiburg bietet Altstadtcharme, alte oder wiederaufgebaute Gebäude bestimmen das Stadtbild. Die Gastronomie ist vielseitig und die Stadt ist vom Studierendenleben geprägt.

Auch die Region um Freiburg ist besonders

Ich bin beeindruckt von der Stadt. Meine Zeit im Süden werde ich bestimmt sehr genießen und hoffentlich auch ein paar Leute kennenlernen. Wer in Freiburg lebt, kann sich glücklich schätzen, in einer der für mich schönsten Städte Europas zu sein. Auch die umliegenden Regionen sind wunderschön: Das Elsass, das Markgräflerland und der Schwarzwald sind mehr als einen Besuch wert. Wer statt Landschaft lieber Action will, kann sich mit den Achterbahnen im nahe gelegenen Europa-Park vergnügen. Ihr Bobbele, schätzt euer Freiburg, es ist einmalig!