Polizei mit großem Aufgebot

Mehrere Demonstrationen in der Freiburger Innenstadt

Simone Lutz & Konstantin Görlich

Samstag war Demo-Tag in Freiburg. Eine große Demo von Gegnern der Corona-Maßnahmen samt kleinem Gegenprotest war am Platz der Alten Synagoge gestartet. Anderswo ging es um Freiräume.

Auf dem Platz der Alten Synagoge in der Freiburger Altstadt versammeln sich seit 14 Uhr am Samstagnachmittag zahlreiche Demonstranten. Einige hundert Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen waren bereits vor Ort. Zum Start kurz nach halb drei ging es an der Universitätsbibliothek vorbei, die Belfortstraße hinunter und dann ins Quartier "Im Grün". Da waren es nach einer ersten Schätzung der Polizei etwa 2000 Menschen. Als die Demo gegen 15.30 Uhr vom Europaplatz kommend in die Kaiser-Joseph-Straße einbog, können es 2500 Menschen gewesen sein. Das deckt sich auch mit den Veranstalterangaben von etwa 2300 Teilnehmern und wären in etwa doppelt so viele beim letzten Mal.

Der Gegenprotest fiel mit um die 50 Teilnehmern hingegen deutlich kleiner aus. Zeitgleich war eine linke Demonstration mit ebenfalls nach Polizeischätzungen um die 500 Teilnehmern am Bertoldsbrunnen gestartet. Anlass dieses Protests war der Abriss eines einst besetzten Hauses an der Gartenstraße, wo gegen 15 Uhr eine Zwischenkundgebung stattfand.

Maskengebot auf "Querdenker"-Demo

Die Polizei war ebenfalls mit einem größeren Aufgebot vor Ort und begleitete die Demonstrationen getrennt von einander durch die Stadt – auch mit der Reiterstaffel. Die Beamten versuchten, Verkehrsbehinderungen im Laufe des Nachmittags zu minimieren – und waren auch dafür da, die Auflagen durchzusetzen.

Denn am Freitag hatte das Verwaltungsgericht entschieden, dass die Demonstrationsteilnehmer medizinische Masken tragen mussten. Viele, aber nicht alle Teilnehmer der Demo gegen die Corona-Maßnahmen hielten sich daran.