Fridays for Future

Mehr als 800 Menschen streiken für mehr Klimaschutz in Freiburg

David Pister

Anlässlich der UN-Klimakonferenz in Glasgow hat Fridays For Future zusammen mit Students For Future einen Klimastreik in der Freiburger Innenstadt organisiert. Die Aktivisten fordern mehr Umweltschutz.

Trotz des Nebels versammeln sich gegen 14 Uhr junge Menschen, um für Klimagerechtigkeit zu demonstrieren. Laut Polizei wurden rund 500 Demonstrierende angemeldet. Die Veranstalter der Freiburger Ortsgruppe von Fridays For Future und Students for Future Freiburg sprechen am Ende der Demonstration von 850 bis 1000 Teilnehmenden.

Die Kundgebung beginnt und Banner mit Parolen werden hochgehalten: "Eure Politik tötet Menschen", "Wir streiken bis ihr handelt" und "Kein Grad weiter" steht darauf geschrieben. Aus den Lautsprechern tönt "Schüsse in die Luft" von Kraftklub – die Protestierenden unterhalten sich, vereinzelt werden Versuche unternommen, sich die Kälte aus den Gliedern zu tanzen.

Fridays for Future kritisieren die Ergebnisse von Glasgow

Anlass der Kundgebung ist die UN-Klimakonferenz in Glasgow. Dort wurde die letzten 14 Tage über den Kampf gegen den Klimawandel beraten, insbesondere über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. "Die beschlossenen Maßnahmen reichen bei Weitem nicht aus", kritisiert Jonathan von Fridays For Future. Klima-Experten seien der Meinung, dass die Maßnahmen das geforderte 1,5-Grad-Ziel nicht erreichen würden. "Wir fordern radikale Klimagerechtigkeit", stimmt Cedric von Students For Future zu.

Begleitet von Sprechchören setzt sich der Demonstrationszug in Bewegung. Die Demonstrierenden bahnen sich ihren Weg durch die Freiburger Innenstadt: Vom Rotteckring, über Friedrichstraße, Bismarckallee und Belfortstraße zurück zum Startpunkt.

Ole Riegel ist einer der Demonstranten. Der 22-Jährige studiert Politik und Englisch auf Lehramt. "Ich finde es beschissen, dass immer noch zu wenig passiert". Beim Klimastreik laufen allerdings nicht nur junge Leute mit. Günther Litzba ist 74 Jahre alt und wurde erst durch den Klima-Aktivismus von Fridays For Future selbst aktiv. "Es ist das Thema dieser Zeit. Das Überleben der Zivilisation steht auf dem Spiel", sagt der 74-jährige Rentner.