Club der Freunde

Freiburg

Martin Horn zu Corona-Leugnern: "Neben Nazis herlaufen geht nicht"

Corona, Finanzlöcher, Flüchtlingsdramen: Uwe Mauch und Joachim Röderer haben Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn vor der ersten Sitzungswoche nach den Ferien zu aktuellen Themen befragt.

BZ: Herr Oberbürgermeister, als Sie Ihr Amt antraten, wollten Sie gemeinsam gestalten. Zwei Jahre später zeigt sich die Stadtgesellschaft gespalten, etwa in der Frage der Corona-Maßnahmen, beim 5G-Ausbau, bei der Flüchtlingsrettung, neuerdings geballt gegen den geplanten Stadttunnel. Sie müssen ernüchtert sein?
Horn: Ganz im Gegenteil. In unserer Gesellschaft erreichen immer mehr kleinere Gruppen immer größere Aufmerksamkeit. Das erweckt den Eindruck, alles sei komplett zersplittert. Aber das ist nicht so. Ich habe am Donnerstag mein Entsetzen zu den Bränden in Moria gepostet. Darauf gab es rund 700 Reaktionen und 400 Kommentare. Die Zahl der Nutzer mit kritischen Kommentaren war überraschend gering, aber dafür laut und heftig. Deshalb haben sie eine große Aufmerksamkeit bekommen. Das sieht man auch bei den Corona-Demos. Aber das Motto "Freiburg gemeinsam gestalten" ist nach wie vor meine tägliche Motivation. Das gelingt uns als Stadtverwaltung in vielen Bereichen sehr gut, weil wir eben auch für Kritik empfänglich sind.
"Wenn nicht ganz Europa handelt, müssen eben einige überzeugte Europäer handeln." BZ: Was können Sie tun, um so etwas wie einen gesellschaftlichen Konsens herzustellen oder zumindest, dass man sich in der Diskussion nicht niederbrüllt?
Horn: Die Einflussmöglichkeiten eines Oberbürgermeisters sind am Ende natürlich beschränkt. Es geht um gesamtgesellschaftliche ...

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