Einlasskontrolle

Manche Supermärkte in Freiburg haben jetzt Türsteher

Holger Schindler

Während sich die Lücken in Supermarktregalen vielerorts langsam wieder schließen, rüsten die Händler bei den Corona-Schutzmaßnahmen nach: Mit Security-Personal und Abstandsmarkierungen.

Lange wurde in Freiburg diskutiert, ob es nach Jahrzehnten mal wieder einen verkaufsoffenen Sonntag geben sollte. Erst vor kurzem hat der Gemeinderat schließlich dafür grünes Licht gegeben – am 5. Juli sollte es soweit sein. Doch die Corona-Verordnung des Landes hat jetzt völlig unerwartet und unter gänzlich veränderten Vorzeichen den Sonntagsverkauf generell möglich gemacht – zumindest für jene Geschäfte, die überhaupt noch öffnen dürfen. Sie haben nun die Möglichkeit, auch am Sonntag von 12 bis 18 Uhr ihre Waren feilzubieten.


Doch auf Anfrage winken sowohl Beckesepp (sechs Märkte) als auch Edeka Barwig (fünf Märkte) und Edeka Sehrer (zwei Märkte) ab. "Allein schon vom Personal her würden wir das jetzt nicht schaffen", sagt Beckesepp-Chef Johannes Ruf, der sich in der Vergangenheit als Vorkämpfer für den Sonntagsverkauf hervorgetan hat.

Was hingegen kommt, ist Sicherheitspersonal vor dem Eingang. Beim Edeka-Barwig-Markt in Zähringen war es schon am Wochenende soweit. Man wolle vermeiden, dass es im Laden zu voll werde, so ein Mitarbeiter. Markierungen am Boden aus auffälligem schwarz-gelben Klebeband sollen für mehr Sicherheitsabstand sorgen. "Wir haben ab Montag auch Sicherheitspersonal vor unseren Märkten", sagt Johannes Ruf. Zudem verkaufe man nur noch haushaltsübliche Mengen: "In einzelnen Märkten kam es da zu Diskussionen mit Kunden.". Bei solchen Streitereien könnten Security-Kräfte dem Verkaufspersonal den Rücken stärken.

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