Club der Freunde

BZ-Serie Liebe(s)leben

Ein Start-up dreht feministische Pornos in Freiburg

Sex am kleinen Opfinger See: Das Freiburger Start-up Feuerzeug möchte eine Alternative zu den Mainstream-Pornos bieten. Die beiden Gründer und eine Darstellerin gewähren Einblicke in ihre Arbeit.

Langsam und zärtlich streichelt die junge Frau ihren Oberschenkel. Sie zieht ihren gelben Pullover aus, dann den BH. Sie massiert sanft ihre Brust. Ihre Finger gleiten hinunter. Sie berührt sich selbst – mit dem Stoff der Unterhose zwischen ihren Fingern und ihrer Vulva. Ihre Augen sind geschlossen, ihr Mund leicht geöffnet. Sie liegt im Freien auf einer flauschigen Decke, umrahmt von Kissen, vor einem Zelt. Das Zelt ist aufgeschlagen an einem See bei Freiburg: dem kleinen Opfinger See.
Die Szene spielt in "Seeseiten", einem feministischen Pornofilm. Gedreht hat ihn die Freiburger Start-up-Firma "Feuerzeug" im vergangenen Jahr, im Frühling 2020 wurde er veröffentlicht. Gegründet haben Feuerzeug zwei Freiburger Studierende: Kira Kurz (26) und Leon Schmalstieg (25). Sie studiert Global Studies, er Medienkulturwissenschaften und Philosophie. Getroffen haben sich die beiden einst über eine gemeinsame Freundin. Im Gespräch kommen sie auf ein Thema, das sie beide fasziniert: feministische Pornografie. Noch am selben Abend nehmen sie sich vor, selbst solche Filme zu drehen. Am Anfang machen acht Leute mit, mittlerweile besteht das Produktionsteam aus 17 Personen.
Video: Was ist Liebe für euch?
Weitere Videos aus der Region finden Sie auf dem YouTube-Kanal der Badischen Zeitung
Pornografie wird massenhaft hergestellt und konsumiert. ...

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