Cyberkriminalität

LKA: Lernplattform Moodle wurde durch Attacke lahmgelegt

dpa

Die Lernplattform Moodle ist Opfer einer Attacke geworden. Ermittler aus Stuttgart sprechen von einem sogenannten DDos-Angriff – dabei werden Server gezielt überlastet. Die Hintergründe sind noch unklar.

Das teilte ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) am Mittwoch mit. Auf einem von rund 120 Servern der Plattform habe es so viele Zugriffe gegeben, dass der Server überlastet und schließlich lahmgelegt wurde.


Diesen Vorgang nennt man DDos-Angriff. Dabei werden Server mit einer Flut von Anfragen überschüttet und so verlangsamt oder in die Knie gezwungen. Daten seien nicht gestohlen worden, sagte der LKA-Sprecher. Zuerst hatte der Reutlinger Generalanzeiger berichtet.
Eltern, Lehrer und Schüler sind sauer, die Kultusministerin verweist auf eine Erfolgsquote von 80 Prozent: An vielen Schulen in Südbaden funktionierte am Montag die Lernplattform Moodle nicht.

Nach bisherigen Erkenntnissen zeichne sich kein gezielter Großangriff von Kriminellen ab, sagte der LKA-Sprecher. Am Montag war Moodle zu Unterrichtsbeginn in Ton und Bild immer wieder ausgefallen. Über Twitter beschwerten sich zahlreiche Lehrkräfte und Eltern.

Der Angriff wurde nach Auskunft des Kultusministeriums sofort bemerkt und umgehend abgestellt, der Ausfall sei kurzfristig gewesen. "Da DDoS-Angriffe kein seltenes Phänomen sind, war uns die Gefahr bewusst, weshalb wir im Voraus bereits Maßnahmen gegen solche Fälle ergriffen haben", sagte eine Behördensprecherin. Die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) beim Landeskriminalamt sei schnell über den Angriff informiert worden.

Auch in anderen Bundesländern kam es auf Lernplattformen zu Wochenbeginn zu solchen Störungen.