Heinrich-von-Stephan-Straße

Lastwagen erfasst Radfahrerin beim Abbiegen in Freiburg - 50-Jährige stirbt

BZ-Redaktion

Ein Sattelzug biegt rechts ab und erfasst dabei eine Radfahrerin: An der Freiburger Bahnhofsachse ist eine 50-Jährige ums Leben gekommen. Es ist nicht der erste Radunfall an genau dieser Abzweigung.

Das berichtet das Freiburger Polizeipräsidium in der Nacht zum Dienstag. Demnach war die 50-Jährige am Montag gegen 19 Uhr in der Heinrich-von-Stephan-Straße in Richtung Hauptbahnhof unterwegs, als der 46 Jahre alte Lkw-Fahrer in Höhe der Freiaustraße nach rechts auf die B31 abbiegen wollte.


Die Frau wurde bei der Kollision so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle starb. Die Polizei sucht nun nach Zeugen des Unfalls.
Zeugen gesucht

Die Verkehrspolizei Freiburg hat die Ermittlungen zur Unfallursache übernommen und bittet Zeugen, sich telefonisch unter der Telefonnummer
0761-882-3100 zu melden.

In der zur Unterwiehre gehörenden, aber an der innerstädtischen Bahnhofsachse liegenden Heinrich-von-Stephan-Straße, haben sich bereits mehrere schwere Unfälle mit Radfahrerinnen und Radfahrern ereignet. An der Stelle des Unfalls vom Montagabend – also an der Auffahrt zur B31 – war es bereits 2011 und 2016 zu Kollisionen gekommen, als Autofahrer beim Abbiegen Radler auf dem Radweg übersahen. Der sogenannte Radfahrstreifen ist an dieser Stelle durch Markierungen und das Fahrradpiktogramm auf der Fahrbahn gekennzeichnet.

Unweit davon, auf Höhe der Rehlingstraße, hatte im Dezember 2016 ein Lastzug eine 22-Jährige erfasst und tödlich verletzt. An der gleichen Stelle konnte sich ein Radfahrer tags darauf mit einem Sprung aus dem Sattel retten, bevor ein 40-Tonner sein Fahrrad überrollte.

Um Aussagen zur Unfallursache zu treffen, sei es noch sehr früh, sagte Polizeisprecherin Laura Riske am Dienstagvormittag. Aber nach einer ersten Einschätzung sei der Radweg deutlich eingezeichnet und die Straße übersichtlich. "Die Ursache scheint eher verhaltensbegründet als baubedingt zu sehen, Tendenz: toter Winkel." Die Untersuchungen der Polizei liefen jedoch noch.

Bereits nach dem tödlichen Unfall im Jahr 2016 war die Verkehrspolizei in beratender Funktion tätig und hatte sich den Bereich des Unfallorts genau angesehen.

Nach den Zahlen der Verkehrspolizei handelt es sich bei dem Bereich - rein statistisch betrachtet - nicht um einen Schwerpunkt für Radfahrunfälle, sagte Sprecherin Riske. "Die Straße ist sehr, sehr viel befahren."

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