Umweltschutz

Kurzfilm der Woche: Wie Korallenriffe durch Elektrolyse gerettet werden können

Anna Castro Kösel

Zwei Freiburger Filmer haben den Korallenschützer Aki Allahgholi von der NGO "Coralive.org" auf die Seychellen begleitet und seine Arbeit dokumentiert. Die NGO wendet für die Rettung der Korallen das Prinzip der Elektrolyse an.

Die Freiburger Filmer Chris Keller und Daniel Bichsel haben den Schweizer Umweltschützer Aki Allahgholi auf die Seychellen begleitet. Denn: Die Korallenriffe weltweit stehen kurz vor dem Kollaps. Doch Aki und die von ihm gegründete NGO "Coralive.org" wenden eine Methode an, die Hoffnung macht. Die Technik heißt Mineral-Accretion-Technology, welche auf dem Prinzip der Elektrolyse basiert.


Ein Eisengestell wird unter Direktstrom gestellt, welcher von der Anode zur Kathode fließt. Dort lagert sich dann Kalkstein ab, was der Grundbaustoff der meisten Korallen ist. Weiter hebt sich der pH-Wert an der Kathode leicht an. Durch diese Technik sind die Korallen resistenter gegenüber den Folgen des Klimawandels, haben eine Überlebensrate von mehr als 90 Prozent und wachsen drei bis fünfmal schneller als natürlich. Als Herausforderung habe sich dabei oftmals die Strombeschaffung gestaltet, doch mittlerweile wurde diese Hürde aber überwunden, sagt Aki von Coralive.org. Zurzeit werde der Strom noch von Land bezogen, was bedeutet, dass ein langes Kabel dorthin führt, wo die Korallen "aufgepäppelt" werden sollen. "Wir sind auch dabei, die Stromversorgung durch Solarpanels auf dem Wasser zu ersetzen", erzählt der Gründer der NGO.



Aki kam durch seine Leidenschaft zum Tauchen und der Faszination für die Unterwasserwelten zum Korallenschutz. "Ich habe die Bedrohung gespürt und hatte das Gefühl, dass da jemand mal was machen sollte. Als ich merkte: Oh, ich bin ja jemand, habe ich angefangen zu volontieren und mich weiterzubilden, um mir ein globales Bild zu schaffen."