Corona-Maßnahmen

Kontaktbeschränkungen: OB Horn fordert Ausnahmen für Kleinkinder

Joachim Röderer

Wegen Corona müssten Kontakte noch stärker reduziert werden, sagt Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn. Er fordert aber Ausnahmen von den Beschränkungen für Babys und Kleinkinder.

"Wir alle müssen uns drastisch einschränken – daher unterstütze ich die Verlängerung des Lockdowns", erklärte Oberbürgermeister Horn am Donnerstagmittag in einem Post auf Facebook. Vom kommenden Montag an sollen strengere Vorgaben treffen. Unter anderem sind dann nur noch Treffen mit einer Person möglich, die nicht aus dem eigenen Haushalt stammt.

Diese neue Kontakt-Regelung sieht Horn kritisch: Denn sie könne für kleine Kinder faktisch zu einem kompletten Kontaktverbot mit Gleichaltrigen werden. Horn, selbst Vater von zwei 2 und 4 Jahre alten Jungen, nennt auch Beispiele: Wenn ein dreijähriges Kind derzeit den Kindergarten nicht besuchen kann, könne es auch kein anderes befreundetes Kind treffen: "Schließlich kann man von kleinen Kindern nicht erwarten, dass sie sich alleine ohne eigenes Elternteil mit anderen Kindern treffen." Als zweites Beispiel führt Horn an, dass nach der angekündigten Neuregelung noch nicht einmal zwei Eltern aus zwei Hausständen mit ihren schlafenden Kindern im Kinderwagen nebeneinander spazieren gehen dürften.

Horn bittet darum die Landesregierung, die neue Kontakt-Regelung so festzulegen, dass "auch die Bedürfnisse kleiner Kinder mitbedacht werden". Dafür sollten zumindest kleinere Kinder und Babys bei der Regelung nicht mitgezählt werden. Eine entsprechende Anpassung sei auch für Alleinerziehende von großer Bedeutung, so Horn.

Die neue Corona-Verordnung des Landes liegt bislang noch nicht vor.