Proteste

Kolumbianer in Freiburg wollen die Proteste in ihrem Land unterstützen

fudder-Redaktion

Die Proteste in Kolumbien dauern seit Wochen an: Vor allem junge Menschen machen ihrer Wut Luft. In Freiburg lebende Kolumbianer möchten die Proteste unterstützen, und zwar am Samstag auf dem Platz der Alten Synagoge.

Auslöser für die Proteste in Kolumbien waren zunächst die Pläne der Regierung, die Steuern zu erhöhen. Weil das vor allem die Mittelschicht und die ärmeren Menschen getroffen hätte, gingen tausende Menschen auf die Straßen. Zwischendurch waren die Proteste auch in Gewalt umgeschlagen, es gab mehrere Tote.

"Wir wollen die in Freiburg lebenden Menschen über die Probleme informieren, die derzeit in Kolumbien auftreten", sagt Willian Andres Campo Cuaran aus Freiburg. Zusammen mit anderen hier lebenden Kolumbianern hat er am kommenden Samstag eine Versammlung am Platz der Alten Synagoge organisiert.

Die Stimmung im Land ist angespannt

"Wir möchten Menschen helfen, die von der Regierung misshandelt werden." In Kolumbien hatte es zuletzt viele Neuerungen unter der Präsidentschaft von Iván Duque gegeben. Neben der Steuerreform waren das die Gesundheitsreform, die Rentenreform und eine Reform des Arbeitsrechts. Doch die Stimmung im Land ist schon lange angespannt. Mittlerweile geht es bei den Protesten nicht mehr nur um die Reformen, sondern auch um Polizeigewalt und steigende Lebensmittelpreise.

Auf dem Platz der Alten Synagoge wird mit Plakaten, Flyern und musikalischer Unterhaltung über die aktuelle Lage in Kolumbien informiert. Um Spenden wird gebeten.
Was: Veranstaltungsdemo Kolumbien
Wann: Samstag, 22. Mai, 14 bis 18 Uhr
Wo: Platz der Alten Synagoge