Kleinststadtgeheimtipps: Waltershofen

Felix Herkenrath

Waltershofen - Austragungsort der Windhundrennen-WM, Heimat der Gufeknöpf, Einkaufsdomizil des verstorbenen Ivan Rebroff, Treffpunkt der Jugend, Bastion in der Kreisliga A. Wie, das wusstet Ihr alles nicht? Dann lest mal weiter. Ihr werdet Euer Blau-Weißes Wunder erleben (mit Foto-Galerie).



Waltershofen

Gibt’s seit: 1139 (erste urkundliche Erwähnung)

Einwohner: 2336

Entstehung des Ortsnamens: bis heute nicht geklärt. Die wahrscheinlichste Variante: den Beginn von Waltershofen bildete nur ein Hof, der dem Landwirt Walter gehörte.

Name der Waltershofener: Die Waltershofener sind stolz auf ihren Spitznamen Gufeknöpf.

Entstehung des Spitznamens: Die eine Seite meint, der Spruch sei in der Fasnet entstanden; andere behaupten, in Waltershofen hätte es mal eine Fabrik für Stricknadelköpfe gegeben (Gufeknöpf).

Hier trifft sich die Jugend: Für Kinder ab fünf Jahren gibt es den Kinder- und Jugendtreff Waltershofen. Das Angebot des Jugendtreffs richtet sich an Jugendliche bis zur 9. Klasse. Ansonsten sind die jungen Waltershofener auf einem der Sportplätze oder in der Steinriedhalle zu finden. Jugendliche ab 15, 16 Jahren treffen sich gern an der Bushaltestelle Schutternstraße beim großen Fass.

Das sagt die Jugend: "Für Kinder ist der Ort perfekt. Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu beschäftigen. Die älteren Jugendlichen haben es da schon schwerer. Die meisten von ihnen zieht es in die Freiburger Innenstadt." (Waltershofenerin, 20 Jahre)

Berühmter Waltershofener: Theodor Schlegel (Maler)



Die unsichtbare Linie: Für viele Einwohner von Waltershofen gibt es eine Grenze im Dorf. Die Schutternstraße (Hauptstraße nach Merdingen und Umkirch) trennt das Dorf in Alt- und Neudorf. Allerdings gibt es das "Neudorf" schon seit mehr als 30 Jahren. Im "Altdorf" wird zur Zeit deutlich mehr gebaut.  

Pflichttermine: der Maihock am Sonnenbrunnen (1. Mai), das Dorffest (nächster Termin September 2009), sämtliche Windhundrennen

Gastrotipps:
Schniposa (Schnitzel, Pommes, Salat) und ein Bollen Eis im Gasthaus Fortuna, Sonnenbrunnenstraße 19, werktags ab 17:30 Uhr, Sonn- und Feiertag ab 11:30 Uhr, Montag+Dienstag Ruhetag (leider auch oft in den Schulferien geschlossen).

Frisch geschlachtete Rinderleber mit Brägele in der Scheunenstrauße, Umkircherstraße 11, noch bis zum 1. Juni, Mittwochs Ruhetag.

Kulinarische Besonderheit: der Verkaufswagen von Irmtraud Napolitano. Sie verkauft Back- und Konditoreiwaren ohne künstliche Back- und Hilfsstoffe. Geöffnet hat ihr Verkaufswagen immer Freitags von 14–18 Uhr. Der Wagen befindet sich in der St. Elisabethenstr. 20.



Der Anti-Fastnachtsspruch: "Die Dooofen, die Dooofen kommen aus Waltershooofen".

Panorama: Wenn es nicht neblig ist, hat man bei einem Spaziergang am Krebsbach in Richtung St. Nikolaus und Opfingen immer einen guten Blick auf den Belchengipfel. Geht man oberhalb des Pfarrhauses (von der Sonnenbrunnenstraße die Schulhalde hochfahren, beim Kreisverkehr rechts, dann immer geradeaus) auf den Tuniberg, hat man nach zirka 700 Metern einen tollen Blick auf Freiburg und Umgebung (Osten) oder den Kaiserstuhl und Umgebung (Westen).

Bei klarer Sicht erblickt man sogar das AKW Fessenheim.

Mitbringsel: Wein. Der Vertrieb läuft über die Winzer (Landmann, Hercher oder Fuchs) oder direkt über die Waltershofener Winzergenossenschaft.

Häufigste Nachnamen:
Glöckler und Allgaier

Kurioser Verein:
Windhundrennverein Breisgau- Schwarzwald




Großereignisse:
Windhundrennen Weltmeisterschaft (1997), Windhundrennen Europameisterschaft (2004) 

Dorfgerüchte:
Einige Waltershofener sollen früher einmal Wildschweine in ihrem Keller gezüchtet haben. Fünf Passanten kolportieren außerdem einen Besuch des verstorbenen Sängers Ivan Rebroff im örtlichen Gemüseladen.

Kicker:
Der SV Blau Weiß Waltershofen spielt in der Kreisliga A, Staffel 1. Aktuell liegt die Mannschaft auf dem 7. Tabellenplatz. Bester Torschütze ist Klaus Wangler mit 20 Toren.

Geplantes Projekt: Spätestens im nächsten Jahr sollen die Arbeiten zur einer Chronik über Waltershofen beginnen. Wer die Chronik erstellen soll, ist noch ungewiss.

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