Modeindustrie

Kleiderei und Umkleide veranstalten eine Demo anlässlich des Fashion Revolution Day

Anna Castro Kösel

Anlässlich des Fashion Revolution Day plant die Kleiderei und Umkleide Freiburg am Samstag ab 15 Uhr eine Demo in der Innenstadt, um auf die menschenunwürdigen Bedingungen in der Modeindustrie aufmerksam zu machen.

Am Samstag findet weltweit der Fashion Revolution Day statt. An diesem Tag kamen im Jahr 2014 1.134 Menschen bei einem Einsturz eines Fabrikkomplexes in Bangladesh ums Leben, während sie für Modellabels und Firmen wie H&M, Primark, Kik und Hugo Boss arbeiteten.

Der Concept Store Kleiderei und der Secondladen Umkleide aus Freiburg möchten anlässlich des Fashion Revolution Day durch eine Kundgebung in der Innenstadt auf die menschenunwürdigen Bedingungen in der Modeindustrie aufmerksam machen. "Es ist geplant, dass ab 15 Uhr an verschiedenen Stationen vor Kleiderläden in der Innenstadt Menschen allein oder zu zweit mit Demoschildern stehen, um Aufmerksamkeit zu erregen", erklärt Maria Schorn, Gründerin der Kleiderei in Freiburg. Unter den Stationen seien Geschäfte wie H&M und Pimkie.

Am Rathausplatz endet die Kundgebung

Die genaue Route werde nicht verraten, um große Menschenansammlungen zu vermeiden. Die grobe Route gehe jedoch entlang der Kaiser-Joseph-Straße, Bertoldstraße, Rathausgasse und ende auf dem Rathausplatz. "Die Demo ist konzipiert, dass die ersten zwei Personen losgehen und auf dem Weg die Personen an der nächsten Station abholen und immer so weiter, so dass am Ende ein kurzes Stück der Demostrecke zusammen gegangen wird", sagt Maria Schorn. Am Rathausplatz endet die Kundgebung.

Wer also nicht an der Demo teilnehmen könne, könne auch später auf dem Rathausplatz dazustoßen. Dort gebe es einen Infostand mit Infos rundum zu schlechten Arbeitsbedingungen in der Modeindustrie und Umweltverschmutzung. "An einer Wäscheleine hängen wir sechzig Kleidungstücke auf, um die Menge an Kleidung aufzuzeigen, die man durchschnittlich im Jahr konsumiert", erklärt Maria Schorn. "Damit möchten wir auch während der Corona-Pandemie ein Zeichen für eine faire und umweltfreundliche Modebranche setzen und die Menschen daran erinnern, wer ihre Kleidung näht."

Auseinandersetzung mit der Herkunft der Kleidung

Der Fashion Revolution Day entstand durch die globale Kampagne Fashion Revolution, die unter dem Motto "Who made my Clothes?" eine konsequente und flächendeckende Auseinandersetzung mit der Herkunft der Kleidung fordert. Ziel ist es, das Bewusstsein von Modekonsumentinnen und – konsumenten für transparente Produktionsketten und faire Arbeitsbedingungen zu schärfen, sowie Modemarken dazu aufzufordern, fair und ressourcenschonend zu produzieren. Die Kampagne setzt sich aus Designern, Bekleidungsgeschäften, Modemarken und anderen Akteuren aus der Modebranche zusammen.
Was: Fashion Revolution Day – Demo für menschenwürdigere Arbeitsbedingungen in der Modeindustrie
Wer: Kleiderei und Umkleide Freiburg
Wann: Samstag, 24. April 2021 um 15 bis 17 Uhr
Wo: Kaiser-Joseph-Straße, Bertoldstraße, Rathausgasse und Rathausplatz