Kinsky - Freiburgs neues Wohnzimmer

Maik Frantsche

Seit wenigen Wochen gibt es in Freiburg ein neues Restaurant mit loungigem Barbetrieb: das Kinsky. Höchste Zeit also, die gemütliche Lounge einmal ausgiebig zu testen. Gestern Abend schaute Maik auf ein Bier und eine Maracuja-Saftschorle vorbei.



Das Kinsky liegt im Herzen Freiburgs, genauer gesagt in Oberlinden 4 - gegenüber dem gleichnamigen Oberlindenbrunnen. Mitten in einer gutbürgerlich-badischen Küchenumgebung also. Betrieben wird es von Mario Gänswein (33, links) und Martin Hartmann (41). Doch “warum Kinsky?” Der Name ist aus einer Laune heraus entstanden - Fans des verstorbenen deutschen Schauspielers Klaus Kinski sind die beiden nicht. "Kinsky" habe als Barname einfach cool geklungen, das "y" am Ende sei aufgrund möglicher namensrechtlicher Scherereien gewählt worden. Eher zufällig entdeckte man das ehemals leerstehende indische Restaurant und entschloss sich sehr schnell, an dieser Stelle mit etwas Eigenem zu starten.



Die Küche:

Ergänzend zu den jeweiligen (nicht badischen) Tagesessen, die sich jede Woche von neuem ändern, gibt es immer zwei bis drei Gerichte, die sich der Küchenchef beim morgendlichen Einkaufsbummel ausdenkt. “Wir verwenden hauptsächlich Zutaten aus der Region.” So werde das frische Gemüse direkt vom Hof und der Fisch aus Frankreich oder dem Schwarzwald geholt. Gestern beispielsweise, standen auf der Wochenkarte Paella (gibt es jeden Mittwoch!), bunte Blattsalate mit gebratenen Champignons und Knoblauchcroutons oder Tagliatelle mit frischem Blattspinat, Truthahnstreifen und Tomaten zur Auswahl. Alles zu einem Preis von fünf bis sieben Euro (inklusive Beilagensalat). Mario und Martin wollen eine gute, preiswerte und dennoch abwechslungsreiche Küche bieten.



Das Innenleben:

Das Interieur ist gemütlich loungig und schlicht ? und teilweise noch nicht ganz fertig. “Im Obergeschoss wollen wir bis in etwa zwei bis drei Wochen eine angenehme und einzigartige Wohnzimmeratmosphäre schaffen”, sagt Mario. “Es kommen noch eine ganze Menge anderer Sofas und Beistelltischchen rein. Hier und da vielleicht noch ein Teppich.” Kurzum: Oben ? über die Wendeltreppe erreichbar ? gibt es ein chilliges Wohnzimmerambiente und unten stilvolles Barleben.

Das Publikum:

Bedingt durch die zentrale Lage schauen tagsüber (ab 11 Uhr) überwiegend Touristen und Laufkundschaft vorbei. Abends geht es derzeit unter der Woche etwas gemütlicher zu, da das heiße Wetter die meisten Leute eher nach draußen oder in die Biergärten lockt. Obwohl als Lounge angelegt, wollen die Jungs dem üblichen Lounge-Verständnis (vor allem) in Freiburg ganz und gar nicht entsprechen: “Natürlich sollen die Leute bei uns chillen und abhängen können ? dafür müssen sie aber nicht extra auf Schicki-Micki machen. Wer kommen will, soll kommen - ungezwungen, aber dennoch stilvoll.

Die Getränke:

Meinen persönlichen Pluspunkt bekommt die Bar für ihr Fassbier. Entgegen den meist üblichen ganter- und rothausgeschwängerten Kneipen in Freiburg, schenkt man hier nämlich das gute Waldhaus-Pils aus. Auch das portugiesische Sagres-Bier und die Astra-Knollen vom Kiez können hier in angenehmer Runde getrunken werden. Als Geheimtipp bezeichnet Mario den neuen Schwarzwälder Energy-Drink “Freiwild”, den es bisher ausschließlich bei ihnen im Kinsky zu bestellen gibt.

Die Veranstaltungen:

In Planung sind ein bis zwei Partys pro Monat, wobei man sich hierbei auch noch nicht auf jeweils einen festen Stil festlegen möchte. “Letztens hatten wir eine richtig gute Party mit Elektromusik und Funk ? aber wir probieren auch noch anderes aus.” erklärt Mario und kündigt ab Herbst regelmäßige “Warm-Up-Partys” (z.B. jeden Samstag) an.

Mein Fazit: Ich für meinen Teil werde zukünftig öfters dort “loungen”. Sei es zum geschmeidigen Feierabendausklang mit ´nem Astra oder einfach mal in der Mittagspause zum Lecker-Essen.

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