Keine schweren Paarhufer im Bus

Martin Jost

Wer schon mit dem ÖPNV in Freiburgs entlegenere Bezirke unterwegs war, kennt die Busse voll Getier. Hühner, Schafe und Rinder machen Lärm und Gestank, aber sie nehmen auch Kinderwägen und Ikea-Möbeln den Platz weg. Die VAG reagiert jetzt mit einem Verbot für die mehr als eine Tonne schweren Hausrind-Ochsen.



Zunächst gilt die Regelung für die kürzeren Nicht-Gelenk-Busse mit weniger Stehplätzen. Ein (kastriertes) männliches Rind wiegt im Schnitt mehr als eine Tonne und braucht deshalb nicht nur besonders viel Platz, sondern verschlechtert auch die CO2-Bilanz der Fahrzeuge erheblich. Am Tuniberg stellte sich schon mancher Bus als überladen heraus.


Freiburg ist als Großstadt, die in einem so weitläufigen und traditionell bewirtschafteten ländlichen Raum liegt, einzigartig. Trotzdem muss der Stadtverkehr aus Kapazitätsgründen Abstriche machen, was den Viehtransport vom und zum städtischen Markt angeht.

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