Seepark in Freiburg

Junge Frau rettete dreijährigen Sohn, bevor sie im Flückigersee unterging

Simone Lutz

Im Fall des tödlichen Badeunglücks in Freiburg gibt es neue Erkenntnisse. Demnach hat die 26-Jährige zunächst ihren Sohn vor dem Ertrinken bewahrt und ist in der Folge selbst untergegangen.

Die 26-jährige Afghanin, die am Donnerstag vergangener Woche beim Baden am Flückigersee untergegangen ist und im Krankenhaus starb, wollte ihren dreijährigen Sohn retten. Das hat die Polizei bei ihren Ermittlungen herausgefunden. Nach derzeitigem Erkenntnisstand war die Nichtschwimmerin mit ihren beiden Begleiterinnen und mehreren Kindern am Seeufer. Plötzlich geriet ihr am Seeufer spielender dreijähriger Sohn zu weit ins Wasser. Die Mutter begab sich daraufhin selbst in das Wasser, um ihren Sohn zu retten. Nachdem sie diesen zu fassen bekommen hatte und ihrer Begleiterin übergeben konnte, die am Seeufer wartete, verlor sie selbst den Boden unter den Füssen und rutschte ins Tiefe.


Ein zufällig anwesender Rettungsschwimmer aus Frankreich hatte sie noch aus dem Wasser holen und reanimieren können. Auch zwei Ärzte, die zufällig im Seepark waren, wurden über die Lebensretter-App alarmiert und lösten den entkräfteten Rettungsschwimmer ab, bis der Rettungswagen kam. Die Mutter wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in die Uniklinik eingeliefert, wo sie einige Tage später auf der Intensivstation starb.

Mehr zum Thema: