Neueröffnung

José Lavor eröffnet Pop-Up-Restaurant in der Schopfheimer Straße

Vincent Zeile

In den Räumlichkeiten des Skateshop Layback in der Schopfheimerstraße öffnet José Lavor jeden Freitag seine Türen und lädt auch Samstagabends zu ausgewählten kulinarischen Themenabenden ein.

Das Konzept

José Lavor ist in Freiburg und Umgebung kein Unbekannter. Der gebürtige Brasilianer ist vor allem bekannt durch seinen Food-Truck, aus dem heraus er Gourmet-Street-Food serviert. Normalerweise zieht er mit diesem von Standort zu Standort, jetzt quartiert er sich für die kalten Wintermonate in der Schopfheimstraße ein. Die Idee dazu entstand auf dem Parkplatz vor dem Layback-Shop, der schon seit geraumer Zeit als Standort für seinen Food-Truck dient.

Der Weg von draußen nach drinnen war dann nur noch ein Katzensprung und ist vor allem Besitzer Hartmut Olpp "Hack" zu verdanken, der diesem besonderen Konzept seine Türen öffnet. Jetzt können sich die Gäste neben exzellenten saisonalen und regionalen Speisen jeden Freitag auf ein gemütliches Ambiente freuen. Darüber hinaus wird es am kommenden Samstag und an allen Samstagen im Februar ab 18 Uhr kulinarische Themenabende geben, an denen die Gäste sich auf ganz besondere Surprise-Menüs einlassen dürfen. Für diese Events kann man sich auf Lavors Internetseite oder per E-Mail anmelden.

Der Betreiber

Wenn José Lavor anfängt, über sein Essen zu sprechen, läuft einem schon das Wasser im Munde zusammen. Mit Expertise spricht er über die hohe Kunst des Kochens. Aufgewachsen in Florianуpolis, einer Stadt auf einer kleinen, vorgelagerten Insel im Süden Brasiliens, lernt er von der Pike an vom Vater das Kochen. "Für mich gibt es keinen besseren Koch als meinem Vater, von ihm habe ich so viel gelernt, er ist mein Held." Somit lernte er schon in seiner Kindheit, einen direkten Bezug zu den Lebensmitteln zu entwickeln und mit diesen in eine Art Beziehung zu treten.

Auch heute ist ihm die Beziehung zu seinen verwendeten Produkten immer noch sehr wichtig und so pflegt er auch ein besonderes Verhältnis zu den Erzeugern dieser Produkte. "Alles, was in meine Küche kommt, kommt von Menschen, die ich persönlich kenne, über diese Beziehungen machen wir Geschäfte miteinander und nicht umgekehrt." José Lavor verwendet statt der so überstrapazieren Begriffe "bio", "regional" und "saisonal" viel lieber das Wort "Beziehung".

"Im Grunde genommen ist es irrelevant, was man Essen möchte oder was ich gerne kochen würde, verdammt relevant ist, was gerade wächst." Deshalb gibt es bei ihm auch keine feste Speisekarte, auf den Teller kommt, was gerade Saison hat. Seine kulinarischen Kreationen sind von diversen Einflüssen geprägt. So lebte und kochte José Lavor neben Brasilien in England, Südafrika und seit neun Jahren nun in Freiburg. "Es ist eine Mischung aus vielen Einflüssen, die mich beim Kochen geprägt haben. Gesund muss es allerdings immer sein und ein bewusster Umgang mit den Lebensmitteln ist mir auch sehr wichtig," sagt er. Mit diesem Konzept kommt er immer wieder auf das für ihn Wesentliche zurück: das Essen.

Das Essen

Jeden Freitag gibt es im Pop-up Restaurant zwei unterschiedliche Gerichte. Ganz in Sinne der regionalen und saisonalen Idee wird es jeweils ein frisch zubereitetes wöchentlich wechselndes vegetarisches Gericht für 10 Euro und ein Fleischgericht für 12 Euro geben. Für die abendlichen Events gelten andere Preise.

Das Besondere

Das Besondere werden auf jeden Fall die geplanten Themenabende sein. Unter dem Namen "Soul Food – Mit Respekt für Lebensmittel und unsere Umwelt" können sich die Gäste an folgenden Samstagabenden auf ein Surprise-Menü freuen: 25. Januar, 1., 8., 15. ,22. und 29. Februar. Maximal 30 Gäste können sich für einen der exklusiven Themenabende im Voraus auf der Internetseite per E-Mail oder Online-Formular anmelden. Das vegan/vegetarische Surprise-Menü kostet 40 Euro, das Fleischgericht-Menü 50 Euro. Auch geschlossene Veranstaltungen werden im Pop-Up-Restaurant stattfinden können. So wird die Räumlichkeit dem Verein leben e.V. zu Verfügung gestellt. Der Verein ermöglicht es Menschen mit Fluchterfahrung, berufsvorbereitende Qualifikation in der Gastronomie zu erwerben. José Lavor ist Teil des Projekts und so werden die Teilnehmenden aus der Küche von ihm ausgebildet. Das Konzept des Pop-up-Restaurants bietet somit neben kulinarischen Besonderheiten auch Raum für Veranstaltung ganz besonderer Art.

Das Ambiente

Auch beim Ambiente geht es José Lavor vor allem um eines: authentisch muss es sein. Zu jedem Dekoobjekt hat er eine Geschichte zu erzählen und somit sind die Räumlichkeiten prall gefüllt mit diesen Geschichten. In der einstigen Werkstatt fällt zuerst der alte Oldtimer-Food-Truck ins Auge, aus dem auch im Pop-up-Restaurant das Essen gereicht werden wird. In der Ecke nahe des Eingangs brennt Feuer in einem alten Kaminofen und sorgt somit für eine wohlige Atmosphäre.

In der Lounge-Area kann man durch eine Bildergalerie Einblick in die Entstehungsgeschichte und Umbauphasen des Food-Trucks erhalten. Umgeben von stimmungsvollem Licht sind für die Gäste mehrere Tische um den Truck versammelt. Die Tische sind von einem befreundeten Schreinermeister gefertigt und reihen sich ebenso stimmig ins Gesamtbild ein wie die drauf und darum versammelten manifestierten Geschichten.
Adresse

Pop-Up Restaurant von José Lavor
Schopfheimerstr. 3
Freiburg St. Georgen
  • Was: Pop-Up Restaurant von José Lavor
  • Wann: jeden Freitag 12-15 Uhr
  • Wo: Schopfheimstraße 3
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