Club der Freunde

Selbstversuch Zero Waste

Ist es in Freiburg möglich, eine Woche lang keinen Müll zu machen?

Zero Waste – seit einigen Jahren taucht der Begriff überall auf. Wer Zero Waste lebt, versucht so wenig Müll zu hinterlassen, wie möglich. fudder-Autorin Emma Tries hat es in einem Selbstversuch eine Woche lang probiert.

Der durchschnittliche Deutsche verbraucht im Jahr 220,5 Kilogramm Müll im Jahr, das liegt deutlich über dem europäischen Durchschnitt (167,3 Kilogramm). Ein trauriger Rekord.

Seit ein paar Jahren taucht im Hintergrund der Klima- und Plastikdebatte immer wieder der Begriff "Zero Waste" auf. Dahinter steckt sehr viel mehr als die pure Vermeidung von Müll. Es ist ein Lifestyle, für die Umwelt, für das Ändern des Konsumverhaltens und den Minimalismus. Im Internet lassen sich unzählige Blogs vollgepackt mit Anleitungen und Tipps zu den fünf R’s von Zero Waste finden: refuse (ablehnen), reduce (reduzieren), reuse (wiederverwenden), recycle, rot (kompostieren).
Der Versuch/ Die Regeln
Eine Woche lang möchte ich keinen Müll auf dieser Erde hinterlassen und gleichzeitig testen, welche Möglichkeiten ich dafür in Freiburg habe. Heißt auch: Kein Amazon und Co. Zum einen, weil Freiburgs Ökostatus auf die Probe gestellt werden soll, zum anderen verschwindet für mich der Nutzen von unverpackten und nachhaltigen Produkten, sobald man sie im Internet bestellt.

Schummeln
Ausnahmen mache ich für Glaspfandflaschen und meinen Abdeckstift, denn die tiefen Abgründe unter meinen Augen will niemand sehen. Auch Lebensmittelabfälle wie Bananenschalen erlaube ich mir, weil diese verrotten. Auswärts essen versuche ich auf das Mindeste zu reduzieren, denn in Restaurants oder Take-Away-Läden wird nicht unverpackt gekocht und meinen Müll will ich auch nicht woanders lassen.
Vorbereiten
Als Erstes habe ich mir mein Bad und Schlafzimmer vorgenommen. Alles, was verpackt war oder ein Einwegprodukt ist, musste raus. In meinem Karton landeten zwei Deos, eine Zahnbürste, jegliche Süßigkeiten, Bodylotion, Lippenstifte und und und.

Schon einige Monate zuvor hatte ich mich mit dem Thema Müll- und Plastikvermeidung beschäftigt, weswegen ich mein Shampoo und mein Duschgel schon durch feste Seifenstücke ersetzt hatte.

Als ich fertig war, war ich erstmal geschockt. Der Karton, in dem ich alles gelagert habe, war proppevoll und ich ...

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