Corona-Krise

Institutionen spenden 100.000 Euro für die Studierenden-Nothilfe der Uni Freiburg

Uwe Mauch

Im Mai hat die Uni Freiburg eine Nothilfe für Studierende gestartet, die wegen der Pandemie finanzielle Probleme haben. Nun sollen mehr Studierende von dem Hilfsprogramm profitieren.

164 Anträge seien bislang beim Studierendenwerk eingegangen, sagte Uni-Sprecherin Rimma Gerenstein auf Anfrage der BZ. Davon seien bislang 92 bewilligt worden. Die Unterstützung betrage knapp 27.000 Euro.


Die Studiennothilfe, die beim Studierendenwerk angesiedelt ist, zahlt bis zu 300 Euro pro Monat für maximal ein Vierteljahr aus. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Einen Antrag stellen können alle Studierenden der Albert-Ludwigs-Universität, die wegen Corona in wirtschaftliche Not geraten sind. Das Studierendenwerk prüft anhand des eingereichten Formulars, ob der Antragsteller oder die Antragsteller berechtigt sind und wie hoch die Summe ist.

Rektor Schiewer zeigt sich erfreut über Zusammenhalt

Finanziert wird die Nothilfe aus Spenden. Beteiligt haben sich laut Mitteilung der Uni der Förderverein Alumni, die Maria-Ladenburger-Stiftung (unter dem Dach des Verbands der Freunde der Universität), die Neue Universitätsstiftung, die Wissenschaftliche Gesellschaft sowie viele private Förderinnen und Förderer.

Rektor Hans-Jochen Schiewer konnte nun einen symbolischen Scheck über 100.000 Euro an Clemens Metz, Geschäftsführer des Studierendenwerks, übergeben. Hoch erfreut sei er über die Solidarität und den Zusammenhalt, "den unsere Universitätsfamilie in Zeiten der Corona-Pandemie zeigt", so Schiewer.

Alle Studierende der Uni können nun Nothilfe beantragen

Froh über den Fonds ist auch Carlotta Rudolph vom Vorstand der Verfassten Studierendenschaft. "Die vielen Anfragen um Rat und Hilfe von Studierenden, die ihren Nebenjob verloren haben, haben uns gezeigt, wie schnell die Voraussetzungen für ein sorgenfreies reguläres Studium wegbrechen können."

Da inzwischen auch Bund und Länder spezielle Hilfsprogramme in der Corona-Pandemie auf den Weg gebracht haben, werden die Universität und das Studierendenwerk die Studiennothilfe sogar ausweiten: Sie steht künftig allen Studierenden der Uni offen, die ohne eigenes Verschulden in wirtschaftliche Not geraten sind – auch wenn Corona nicht die Ursache ist. So soll ihnen ermöglicht werden, trotz existentieller Verdienstausfälle ihr Studium fortzusetzen. Laut Geschäftsführer Clemens Metz habe das Studierendenwerk bereits vielen Studierenden helfen können, dass sie nicht aus finanziellen Gründen aufgeben mussten.
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