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In Herdern hat ein Tante-Emma-Laden eröffnet – mit Stehcafé

Jennifer Fuchs

Liebevolle Deko, ein selbstgemaltes Schild: Der neueröffnete Miniladen "Tante Emma" in der Herdemer Karlstraße springt einem direkt ins Auge. Innen gibt es in jeder Ecke kleine Schätze zu entdecken.

Der Standort

Mitten in Herdern und nur wenige Gehminuten vom Stadtgarten entfernt befindet sich der neueröffnete Miniladen "Tante Emma". Wenn man die Karlstraße entlang schlendert, springt einem direkt bei der Hausnummer 71 das selbstgemalte Café-Schild und die liebevolle Deko ins Auge.

Immer wieder bleiben neugierige Spaziergänger davor stehen. Die meisten von ihnen sind nach wenigen Minuten überzeugt und betreten den kleinen Laden.

Der Laden

Allein die torbogenförmige Eingangstür ist ein Blickfang. Schnell verliert man sich an den vielen schönen Kleinigkeiten: illustrierte Postkarten, selbstgemachte Häkelpuppen, ein großer Kronleuchter in der Mitte des Ladens. An der Seite steht ein Piano, Spiegel hängen an der Wand. Hier gibt es in jeder Ecke kleine Schätze zu entdecken. Das warme Licht im Laden trägt zur Gemütlichkeit bei. Trotz der wenigen Quadratmeter könnte man hier auch länger verweilen. Als großes I-Tüpfelchen befindet sich am Ende des Ladens die leckere Kuchen- und Kaffeetheke.

Die Ladenbesitzerin

"Alles was ich selbst am liebsten mag, hole ich mir in den Laden" sagt Ramona Ullmann-Lins, 30 Jahre alt. Sie ist die Inhaberin des Tante-Emma-Ladens. Gebürtig kommt die gelernte Veranstaltungsfachwirtin aus Villingen-Schwenningen und war beruflich die vergangenen Jahre viel unterwegs. Der Liebe wegen ist sie dann nach Freiburg gezogen.

Eigentlich ist sie inzwischen selbstständige Eventmanagerin und bis vor der Pandemie hatte sie auch viele Aufträge. Doch alle geplanten Veranstaltungen mussten abgesagt werden. Ohne die Events musste ein neues Projekt her. Durch Zufall entdeckte sie die Anzeige für ihre Ladenfläche. "Ich hatte schon länger den Traum, selbst einen Ort zu schaffen, wo auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden können. Nach der Pandemie habe ich das auch hier mit "Tante Emma" vor" erzählt Ramona.

"Tante Emma" ist aber auch mehr: ein Stehcafé. Es gibt einen Mittagstisch und viele schöne Dinge zum kaufen. Dabei ist es der Besitzerin wichtig, dass sie regionale Lieferanten und kleine Unternehmen unterstützt. Auch ihre Bekannten und Freunde holt sie mit ins Projekt. So sind zum Beispiel die illustrierten Postkarten von ihrem Mitarbeiter Andreas Back gestaltet. Oder die gehäkelten Artikel werden von einer befreundeten Rentnerin in Handarbeit selbst gemacht.

Die Produkte

Von leckerem Kuchen und Kaffeespezialitäten bis hin zu außergewöhnlichen Geschenkideen – bei "Tante Emma" findet man viele unterschiedliche Angebote. Das Mittagessen kommt von einem Bio-Feinkostladen, der Kuchen von einem Bauernhof aus der Umgebung. Die Produkte sind meist Handarbeit und Ramona kennt die Produzenten auch persönlich. Die Stofftaschen sind sogar von ihrem eigenem, kleinen Label "mindthingks".

Kunst und Musik

An der linken Wand hängen abstrakt gemalte Bilder einer Künstlerin. Die bunten Kunstwerke stehen ebenfalls zum Verkauf. Alle drei Monate wechselt die Ausstellung. Im Hintergrund lässt Ramona gerne Musik von Bands und Musikern laufen, deren CDs man im Laden auch kaufen kann. Die sympathische Ladenbesitzerin möchte somit auch Künstlerinnen und Künstler sowie Bands unterstützen. Nach der Pandemie sind auch kulturelle Veranstaltungen, wie kleine Konzerte geplant.

Für die Adventsstimmung ist auch gesorgt – ab dem 1. Dezember soll es sogar einen kleinen Weihnachtsmarkt im "Tante Emma" geben.
Stehcafé und Miniladen "Tante Emma"
  • Wo? Karlstraße 71 in Freiburg-Herdern
  • Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr
  • Telefon: 0761 28527799