Dramatischer Rückgang des Angebots

In Freiburg gibt’s kaum noch Wohnungen für Geflüchtete

Manuel Fritsch

Die Anzahl an Wohnungsangeboten, die die Stadt Freiburg von Privatleuten zur Verfügung gestellt bekommen hat, um darin Geflüchtete aus der Ukraine unterzubringen, ist dramatisch gesunken.

Bei der Einweihung der Informations-Stele am Platz der Alten Synagoge am Donnerstag berichtete der Erste Bürgermeister Ulrich von Kirchbach, dass nur noch etwa fünf Wohnungsangebote bei der Stadt registriert seien, die noch zur Vermittlung an Geflüchtete zur Verfügung stünden.

Der Großteil der Angebote seien einzelne Zimmer, die nicht immer tauglich seien, oft hätten die Anbieter auch Ansprüche an die Unterzubringenden, die schwierig zu erfüllen seien.

Junge Frau mit oder ohne Kind

Rathaussprecher Sebastian Wolfrum berichtet, dass es gerade in den ersten Tagen des Krieges mehrere Angebote von alleinstehenden Männern gegeben habe, die eine junge Frau mit oder ohne Kind aufnehmen wollten und explizit keine anderen Personen. Auch Angebote, in denen Wohnraum gegen Pflegedienste angeboten wurden, habe es gegeben – solche Angebote seien allesamt aussortiert worden.

Auch wenn es an der ein oder anderen Stelle manchmal hake, sei das Ankunftsmanagement in Freiburg insgesamt vorbildlich, so von Kirchbach. Im Vergleich mit anderen Kommunen funktioniere die Aufnahme Geflüchteter in Freiburg sehr gut und schnell. Auch habe die Stadt eben nochmals nachgesteuert und die Summe, die Geflüchtete bei der Registrierung zur Deckung der ersten unmittelbaren Bedürfnisse erhalte von 50 auf 100 Euro verdoppelt.