Rassismus

In der Reihe "Dear White People..." geht es um Rassismus und Privilegien von Weißen

Alexander Schneider

Seit dem 7. Januar läuft die Reihe "Dear White People..." in Freiburg. Bei verschiedenen Veranstaltungen wird über Rassismus und die Privilegien vom Weißsein aufgeklärt. Am Freitag und Samstag ist der Höhepunkt der Reihe.

Die Reihe "Dear White People..." geht dieses Jahr in die zweite Runde mit neuem Leitspruch: "Check Your privilege!" Damit will die Reihe über die Privilegien weißer Menschen informieren. Denn wir alle werden in gewisser Weise mit rassistischen Denkmustern aufgezogen und merken es gar nicht. Dazu tragen die gesellschaftlichen Strukturen bei, die das Weißsein privilegieren und "Black Indigenous People of Color (BIPoC)" unterdrücken. Im Rahmen der Reihe werden seit dem 7. Januar und noch bis zum 11. Januar in Freiburg verschiedene Veranstaltungen abgehalten.


Expertinnen und Experten aus Deutschland und aus Ghana wurden eingeladen, die antirassistische Bildungsarbeit leisten. Es gibt Vorträge, Workshops, Konzerte und andere Events . Dadurch soll ein Raum geschaffen werden, in welchem weißpositionierte Menschen und BIPoC gemeinsam die Privilegien des Weißseins kritisch hinterfragen können.

"Es ist total wichtig, dass wir das jetzt machen", sagt Johanna Dangel eine der Veranstalterinnen von "Dear White People...". Rassismus sei überall, auch in Freiburg und wir alle müssen etwas dagegen tun, sagt sie. Der erste Schritt sei es, sich mit seiner eigenen Position auseinanderzusetzen und sich über die der anderen weiterzubilden. Johanna Dangel war bei allen bisherigen Veranstaltungen dabei und ihr bisheriger Favorit war der Eltern-Workshop über diskriminierungssensible Kinderbücher. "Wer wird in Kinderbüchern abgebildet? Welche Lebensrealitäten werden gezeigt und welche werden nicht gezeigt?" seien Fragen des Workshops gewesen, sagt sie.

Welche Veranstaltung, die noch kommt, empfehlen Sie, Frau Dangel? Man solle zu allen Veranstaltungen kommen, sagt sie, aber wenn man sich für drei entscheiden müsste, dann diese:

1."Wer hat Angst vorm weißen Mann!?"

Bei der Veranstaltung kommt Mohamed Amjahid, ein Journalist der "Zeit", der das Buch "Unter Weißen: Was es heißt, privilegiert zu sein" geschrieben hat. Er spricht darüber, was es bedeutet privilegiert zu sein.
  • Wann: Freitag, 10. Januar, 20 bis 21 Uhr
  • Wo: E-Werk Freiburg, Eschholzstraße 77
  • Eintritt: Frei

2."Rassismus im Bildungssystem"

Die ehemalige Berliner Antidiskriminierungsbeauftragte Saraya Gomis spricht über Rassismus im Bildungssystem.
  • Wann: Samstag, 11. Januar, 14 bis 16 Uhr
  • Wo: E-Werk Freiburg, Eschholzstraße 77
  • Eintritt: Frei

3. "Klimawandel, Rassismus und Globale Verantwortung – Schwarze Perspektiven auf die Kolonialität der Klimakrise"

Diese Veranstaltung wäre insbesondere für die Freiburger interessant, da die Fridays-for-Future-Bewegung hier so aktiv wäre, sagt Johanna.
  • Wann: Samstag, 11. Januar, 19 bis 21 Uhr
  • Wo: E-Werk Freiburg, Eschholzstraße 77
  • Eintritt: Frei