Club der Freunde

Fehlende Berührung

In der Corona-Krise treffen sich Menschen virtuell zum Kuscheln

Gerade in der Krise sehnen sich viele Menschen nach Nähe. Doch auf Kuschelpartys Fremde berühren, wie sonst in Freiburg – das geht mit Corona nicht. Besuch bei einem "Berührt-sein-Abend" im Netz.

Die Hand aufs Herz gelegt, manche auch beide Hände, sitzen die zehn Menschen vor ihrer Computerkamera. Jeder in seinem Zuhause, in Karlsruhe, Münster, Berlin. Die Autorin dieser Zeilen in Freiburg. Sie atmen, schauen sich gegenseitig an und spüren den eigenen Herzschlag. Nacheinander wird jeder für 30 Sekunden auf allen Bildschirmen groß geschaltet. Man soll die Aufmerksamkeit der anderen genießen. Gesehen werden, sich gesehen fühlen, angenommen – berührt.

Den Menschen nah zu sein, körperlich und emotional, das fehlt
Die zehn Menschen, fünf Frauen und fünf Männer, sind an diesem Abend für einen "Berührt-sein-Abend" über eine Videochat-Plattform zusammengekommen. Organisiert wird der Abend von dem Wahl-Merzhausener Markus Günther. Normalerweise treffen sich die Menschen im echten Leben, sehen sich in echt, berühren sich. Dann heißt das: Kuschelparty. Aber Kuscheln mit Fremden, das geht in Corona-Zeiten nicht. Was macht das mit den Menschen? Haben sie nicht gerade jetzt das Bedürfnis nach Berührung, nach Nähe und Geborgenheit?

Markus Günther sagt: Ja. Er vermisse es, den Menschen auf Kuschelpartys so nah zu sein, nicht nur körperlich, auch emotional. Ihm fehle es, Freunde herzlich zu umarmen. "Das Angenommensein fehlt, das bedingungslose Gehaltensein", sagt der 56-Jährige. Er versucht deshalb, dieses Bedürfnis online zu ...

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