Club der Freunde

Corona-Langzeitfolgen

Im März hatte er Covid-19 – Im Juli starb er im Schlaf

Pascal Porstner ist 20 Jahre alt, gesund und sportlich. Doch plötzlich stirbt er im Schlaf, kurz nach dem ersten Fußballtraining seit einer Monate zuvor durchgemachten Corona-Infektion.

Der gelbe Fußball liegt noch auf dem Teppichboden vor dem Bett, so als würde er ihn gleich schnappen und auf den Platz rennen. Doch Pascal Porstner wird mit ihm nicht mehr spielen. Der 20-jährige Krankenpfleger-Azubi aus Kappel-Grafenhausen im Ortenaukreis ist tot, höchstwahrscheinlich gestorben wegen einer eigentlich schon lange auskurierten Covid-19-Erkrankung. So sehen es die Eltern, Ärzte – und auch die Unfallkasse Baden-Württemberg hat seinen Tod als coronabedingt anerkannt.

Über Pascals Leben zu berichten, ist einfach. Über seinen Tod hingegen nicht. Er kam völlig unerwartet, wie aus dem Nichts, er wirft Fragen auf, und obwohl es Antworten gibt, lässt er einen ratlos zurück. Es ist ein Fall, der auch ein Mahnmal ist für all diejenigen, die das Coronavirus für einen harmlosen Erreger halten, der angeblich junge Menschen kaum beeinträchtige.

Klaus Porstner, Pascals Vater, sitzt auf einem Holzstuhl vor dem Esstisch. Der 59-jährige Zollfahnder mit den grauen Haaren und dem Fünftagebart wirkt gefasst, aber die vergangenen Monate haben Spuren hinterlassen, innerlich wie äußerlich. Seine Augen blicken oft zum Boden, die Schultern hängen. "Wir sind auch tot, erledigt", sagt er. Aber wenigstens möchte er warnen. Der Tod könne jeden treffen, der mit dem Virus infiziert war. Selbst dann, wenn man schon längst nicht mehr ...

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