Videoslam

Im Kulturaggregat gibt es am Freitag eine Open Stage für Kurzfilme

Christina Braun

Es ist Freiburgs erster Videoslam: Im Kulturaggregat findet am Freitag eine Open Stage für Filmschaffende statt. Dort können sie ihre Filme vor Publikum zeigen und sich mit anderen Filminteressierten vernetzen.

Am Freitag bekommen aufstrebende Filmschaffende aus Freiburg die Möglichkeit ihre Werke in entspannter Atmosphäre im Kulturaggregat vor Publikum zu zeigen. Der Videoslam möchte damit auch der Freiburger Filmszene eine Plattform bieten, um sich kennenzulernen und zu vernetzen.


Mit Filmen Menschen zusammenbringen – darum geht es dem Organisator des ersten Freiburger Videoslams Alexander Schröder. Am Freitagabend veranstalten freie Filmemacher aus Freiburg im gemütlichen Kinosaal des Kulturaggregats ein Screening, bei dem Kurzfilme von regionalen Filmschaffenden gezeigt werden. Die Idee dafür kam Schröder, der auch als Dozent für Filmproduktion an der Universität Freiburg tätig ist, bei einem Kurzfilmprojekt, das er im Rahmen eines Uni-Kurses mit seinen Studierenden koordiniert: Er wollte den Studierenden eine Plattform bieten, um das Ergebnis ihrer Arbeit öffentlich vor Publikum zeigen zu können.

Alle Filmschaffenden können sich beteiligen

Aus der anfänglichen Idee entwickelte Schröder das Konzept einer Open Stage für Bewegtbild, die nicht nur Studierenden der Medienkulturwissenschaften, sondern allen Filmemacherinnen und Filmemacher aus Freiburg und Umgebung die Möglichkeit geben soll, ihre eigenen Filme auf einer Kinoleinwand zu präsentieren. "Es gibt hier echt talentierte Filmschaffende, die cooles Zeug produzieren. Ich finde es schade, dass man davon bisher gar nicht so viel mitbekommt", erklärt der Filmemacher. Sein Ziel ist es, Filmemacherinnen und Filmemachern eine Plattform zu bieten, um sich auszutauschen und zu vernetzten – etwas, dass es in Freiburg spätestens seit der Aufgabe des vom Studierendenwerk organisierten Video Slams in der Mensabar nicht mehr gibt.

Ebenso wichtig ist für die Filmschaffenden auch die Möglichkeit, mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen und so eine direkte Reaktion auf die eigene Produktion zu bekommen. Daher ist nach jedem Screening ein kurzes Interview mit den Filmemacherinnen und Filmemachern geplant, wobei die Zuschauerinnen und Zuschauer ein persönliches Feedback geben und Fragen zum Werk und zur Produktion stellen können. Am Ende des Abends wählt das Publikum einen Lieblingsfilm. Der Videoslam ist dabei nicht als gnadenloser Wettbewerb gedacht, bei dem das Gewinnen im Mittelpunkt steht, erklärt Schröder. Vielmehr geht es darum, Menschen aufgrund ihrer Begeisterung für den Film zusammenzubringen: "Mit dem Videoslam soll das Filmeschauen als gemeinsames Kinoerlebnis zelebriert werden."

Deshalb soll der Videoslam auch keine einmalige Veranstaltung bleiben, sondern in Zukunft regelmäßig stattfinden. Das sollte auch kein Problem sein, denn bereits vor dem ersten Videoslam gab es so viele Einsendungen, dass das Programm für den nächsten schon gesichert ist.
  • Wann: 21. Februar, um 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)
  • Wo: Kulturaggregat Hildastr. 5, 79102 Freiburg
  • Eintritt: frei