Ermittlungen laufen

Illegale Feuerstelle könnte Waldbrand in Günterstal ausgelöst haben

Joachim Röderer

Nach dem abendlichen Waldbrand am Eselbacken bei Freiburg-Günterstal laufen die Ermittlungen. Ein Jäger hatte kurz zuvor einen Mann gesehen, der dort ein Feuer entzündet hatte.

Der Badischen Zeitung liegen Hinweise vor, dass der Waldbrand am Freitagabend mit einer illegalen Feuerstelle zusammenhängen könnte. Ein Jäger hatte kurz vor dem Brand einen Mann entdeckt und angesprochen, der dort ein Feuer entzündet hatte. Der Mann sei uneinsichtig gewesen, heißt es. Der Jäger alarmierte daraufhin den Förster und die Polizei. Der Mann soll sich später von der Stelle entfernt haben.


Ein Zusammenhang mit dem Brand ist wahrscheinlich, aber aktuell noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei kann deswegen auf BZ-Anfrage noch nichts dazu sagen.

300 Quadratmeter Douglasienbestand in Flammen

Das Forstamt hatte gerade erst am Donnerstag noch einmal eindringlich Warnungen wegen der Waldbrandgefahr veröffentlicht. Am Freitag galt die höchste Warnstufe, an diesem Samstag wurde wegen anhaltender Hitze und Trockenheit sogar die höchste Stufe ausgerufen. Trotzdem stoßen die Förster immer wieder auch an solchen Tagen auf die Reste wilder Feuerstellen im Stadtwald: "Es gibt leider immer unvernünftige Leute", so Revierförster Echle.

An dem Steilhang im Stadtwald unterhalb des Brombergkopfes hatten am Freitagabend 300 Quadratmeter Douglasienbestände gebrannt. Die Feuerwehr war um 21.04 Uhr alarmiert worden und war mit rund 70 Männern und Frauen im Einsatz. Der Brandort lag rund 200 Meter vom Waldweg entfernt. Die Wehrleute mussten sich an dem Steilhang über unwegsames Gelände zur Brandstelle vorkämpfen.

"Wir hatten großes Glück, dass es an der Stelle eine kleine Lichtung gibt und nur wenig Totholz herumlag"Revierförster Klaus-Peter Echle
Durch den schnellen Einsatz konnte das Feuer gelöscht und eine weitere Brandausbreitung verhindert werden. "Wir hatten großes Glück, dass es an der Stelle eine kleine Lichtung gibt und nur wenig Totholz herumlag", sagte der Günterstäler Revierförster Klaus-Peter Echle. Es habe aber schon sehr heftig gebrannt, die Feuerwehr habe die Flammen aber schnell unter Kontrolle bekommen. "Ich will mir gar nicht ausmalen, wohin sich der Brand hinentwickelt hätte, wenn es eine andere Waldparzelle gewesen wäre." Man dürfe das nicht verharmlosen, mahnt der Förster.

Löschwasser kam aus Tanklöschfahrzeugen

Dass der Waldbrand am Freitagabend schnell gelöscht werden konnte, liegt auch an der guten Zusammenarbeit zwischen Forstamt und Feuerwehr mit einem abgestimmten Konzept. Glück war auch, dass durch den Hinweis des ortskundigen Jägers die Brandstelle im weitläufigen Stadtwald sehr gut lokalisiert werden konnten. Förster Klaus-Peter Echle hat dann von der Waldseestraße über den Franzosenweg für die Feuerwehr die richtige Route markiert. "Feuerwehrfahrzeuge sind ja LKW – deswegen geht es darum, die richtigen Wege auszuwählen, auf denen die Feuerwehr fahren kann."

Mit Löschrucksäcken und Feuerpatschen löschten die Wehrleute die Flammen – eine große Anstrengung an dem Steilhang. Löschwasser kam aus Tanklöschfahrzeugen – sämtliche Feuerwehrfahrzeuge des Typs TLF aus dem ganzen Stadtgebiet waren am Freitagabend alarmiert worden.