Ich steh' dazu: Ich liebe Live-Rollenspiel

Jan Klopfer

Die Lehramtsstudentin Chris, 24, hat ein ungewöhnliches Hobby: sie spielt Live-Rollenspiele und verschwindet dabei gerne einmal für einige Tage in einer Fantasiewelt.



Ich spiele schon sei Jahren Pen-und- Paper-Rollenspiele. Dabei kommt eine Gruppe von Spielern zusammen, jeder hat einen Charakter samt Eigenschaft auf ein Stück Papier gebracht.   In meiner damaligen Pen-und-Paper-Gruppe saßen vier LARPer und die haben mich dazu überredet, es doch mal zu probieren. Da ich sowieso schon immer begeisterter Theaterspieler war,  war ich sofort Feuer und Flamme.

LARP steht für „Live Action Role Play“, das heißt, Leute schlüpfen für ein paar Tage in andere Rollen. Auf  einer Con, kurz für Convention, treffen sich viele verschiedene Menschen, die zusammen so etwas wie Impro-Theater machen, das im Mittelalter oder in einer Fantasy-Umgebung spielt.

Es gibt kein Drehbuch, nur einen groben Plot, der von der Spielleitung, die selbst nicht mitspielt, vorgegeben wird. Solche großen Cons sind sehr schön und man kann viel erleben. Von Dämonen, über entführte Jungfrauen bis zu Drachen kann alles passieren, aber mit einem Drachen hatte ich persönlich noch nichts zu tun.

LARP gibt mir die Möglichkeit, immer wieder für ein paar Tage die reale Welt hinter mir zu lassen und in eine Fantasiewelt abzutauchen, in der es andere Probleme gibt als die Wirtschaftskrise oder Uni-Sorgen. Im August findet wieder eine große Con statt, auf die ich mich sehr freue.  Vielleicht begegne ich ja dort meinem ersten Drachen.

[aufgezeichnet von Jan Klopfer]

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