Veranstaltungsreihe

Here and Black macht auf die Erfahrungen Schwarzer Menschen aufmerksam

Aaron Hohberger

Oft ist eine der ersten Fragen an Schwarze Menschen: "Woher kommst du?" Dabei kommen viele ganz einfach aus Europa. Die Veranstaltungsreihe "Here and Black" möchte dazu beitragen, Schwarze Erfahrungen sichtbarer zu machen.

Nicht erst seit der Kolonialisierung leben Schwarze Menschen in Europa. Die Gründe, weshalb sie nach Europa kamen, sind unterschiedlicher Natur. Mal durch den boomenden Sklavenhandel, aber auch als Diplomaten oder Diplomatinnen, als Ziehkinder, Hafen- und Schiffspersonal oder weil sie verschleppt wurden. Trotzdem wird über diese Erfahrungen öffentlich kaum geredet – und oft unterstellt, dass Schwarze Menschen nicht ins "ursprüngliche" Bild Europas gehören. Das möchte die Initiative "Here and Black" ändern und die Geschichten, Empfindungen und Erfahrungen Schwarzer Menschen in der Vergangenheit und der Gegenwart sichtbar machen.


Die Initiative bietet eine Plattform, um über die Erfahrungen Schwarzer Menschen zu sprechen, sie auszutauschen und zu diskutieren. Dabei werden ganz viele verschiedene Formen verwendet. Seit der Gründung 2017 gab es Dokumentationen und Kunstausstellungen, Lesungen, Konzerte, Erzählcafés, Filmvorführungen und Radiointerviews. "Die Veranstaltungsreihe soll einen luftigen und leichten Zugang haben und bisher sind Resonanz und Zulauf super", sagt Jenny Warnecke, eine der Mitbegründerin der Initiative. Die Organisatorinnen und Organisatoren arbeiten ehrenamtlich und treffen sich immer wieder um Veranstaltungen zu organisieren oder Themen zu besprechen. Dabei ist wichtig, dass alles offen und ohne Verpflichtungen ist. "Wer mitmachen möchte ist herzlich willkommen – auch wenn es nur für eine bestimmte Zeit ist", sagt Warnecke.

"Here and Black" ist ein Projekt des Vereins Feministischen Geschichtswerkstatt Freiburg und wird in Einzelprojekten unterstützt vom Interkulturellen Verein Fairburg und Radio Dreyeckland. Die nächsten Veranstaltungen der Initiative finden im April statt.
  • Feministische Geschichtswerkstatt: Web &
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