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Heimaturlaub: An diesen Baggerseen in Freiburg kannst du baden

Maria-Xenia Hardt

Die Freibäder haben Einschränkungen, das Meer ist weit weg und für viele diesen Sommer unerreichbar – gut, dass es Baggerseen gibt und gut, dass jene in Freiburg so schön sind. fudder stellt in diesem Teil drei davon vor.

Der Klassiker: Seepark / Flückigersee

Egal ob bei Sonnenaufgang, in der Mittagshitze oder wenn der Tag sich dem Ende zuneigt: der Seepark mit dem Flückigersee in der Mitte ist einfach immer schön. Auf der Liegewiese neben der Stusie tummeln sich Jugendliche, Studierende und sonstige Hippies mit ihren Picknickdecken, Federballspielen und gepflegtem Day Drinking, auf der anderen Seite des Sees beenden Familien, Paare, Rentnergruppen ihre Fahrradtouren auf der Café-Terrasse mit wahlweise Kaffee, Kuchen, Softeis oder Pommes, Limo, Bier. Von der Seeparkbrücke ins Wasser springen gehört auf die Bucketlist jedes gewissenhaften Freiburgers und zwischen Ökostation, Volleyball neben der Stusie, Yoga im Blockhaus und Minigolf ist jedem etwas geboten. Alternativ: einfach in der Sonne im Gras liegen, den großen Zeh oder den ganzen Körper ins Wasser tauchen und sich freuen, dass es praktisch mitten in der Stadt dieses kleine Paradies gibt.

Lage & Anreise: Mit dem Rad in zehn Minuten vom Stadtzentrum, alternativ mit der Straßenbahnlinie 1 bis Bischofskreuz.


Kiosk & Co.: Kiosk?!? Da lacht der geneigte Seepark-Besucher. Hier gibt’s Restaurant, Café, Toiletten, eine Minigolf-Anlage und die nächste Dönerbude / Pizzeria / Supermarkt ist auch direkt um die Ecke.

FKK-Faktor: Niedrig. Es gibt zwar eine FKK-Ecke, aber die meisten haben Badesachen an – oder gar Neoprenanzüge, wenn das Wasser im Frühjahr und Herbst etwas frischer ist.
Heimaturlaub: Eine Ode ans Freibad

Die Alternative: Moosweiher

Der Moosweiher in Landwasser hat im Grunde so ziemlich alles zu bieten, was es im Seepark auch gibt, trotzdem ist dort gefühlt immer etwas weniger los, der See ist etwas leerer, die Liegeflächen drum herum etwas schattiger und das Flair etwas ländlicher. Die Hochhäuser von Landwasser im Hintergrund erinnern daran, dass die Stadt nicht fern ist, aber man fühlt sich schon seltsam entrückt von alledem. Die Reviere sind klar verteilt: Am Grillplatz mit der Graffiti-besprühten Hütte sammeln sich Halbwüchsige mit Kartoffelsalat im Eimer von Rewe, Grillgut und Shishas. Am Minigolf-Ende des Sees verwandeln Familien die Wiesen in Freibad-ähnliche Zonen. Auf den vielen Bänken um den See herum sitzen ältere Menschen und plauschen. Das Restaurant mit Plastik-Möbeln auf der Terrasse und im Wintergarten, die Tische bedeckt mit karierten Wachstischdecken, könnte auch am Rande eines Campingplatzes am Gardasee in den Achtziger Jahren stehen. Moosweiher ist Entschleunigung in jeder Hinsicht.

Lage & Anreise: Gut erreichbar mit Rad, Straßenbahn (Linie 1 Richtung Landwasser bis zur Haltestelle "Moosweiher") oder S-Bahn nach Landwasser.

Kiosk & Co.: Minigolfplatz mit Kiosk, Toilettenanlage, Restaurant – Infrastruktur passt!

FKK-Faktor: Niedrig. Der Moosweiher ist von allen Seen am ehesten wie ein Freibad – und da sind höchstens mal ein paar Kinder nackig.
Heimaturlaub

Mit der Serie Heimaturlaub wollen wir euch in diesem merkwürdigen Corona-Sommer, an dem Reisen nur eingeschränkt möglich sind, Alternativen in der Region aufzeigen. Auch ein Schwimmbadbesuch oder eine Wanderung im Schwarzwald, kann sich wie Urlaub anfühlen.

The Big O: Opfinger See

Kurz hinter dem Rieselfeld fängt Malle an. Oder so könnte man meinen, wenn man an einem sommerlichen Wochenendtag den Opfinger See umrundet. Partyvolk mit Ghettoblastern und Einweggrills, FKK-Strand und Surferboys (okay, hier mit Stand Up Paddling unterwegs) gibt es dort ebenso wie Familien im Kurzurlaub, die mit Schlauchboot in See stechen, und Naturliebhaber an den ruhigeren Ecken des Sees. Der Opfinger hat für alle etwas zu bieten und ist nicht nur wegen seiner wirklich beachtlichen Größe der Nummer 1 Baggersee unmittelbar vor den Toren Freiburgs. Meist (Corona-Hochzeiten, während der das Baden offiziell verboten war ausgenommen) wacht die DLRG über das muntere Treiben, und wenn es dann noch immer alle schaffen würden, ihren Müll wieder mitzunehmen, herrschten insgesamt wirklich himmlische Zustände.

Lage & Anreise: Zum Opfinger See kommt man gut mit dem Fahrrad hin, oder mit der Straßenbahnahn (Linie 5 nach Rieselfeld bis zur Endhaltestelle, von dort eine halbe Stunde zu Fuß – warum nicht noch ein Eis auf dem Mundenhof aufgabeln?), auch einige Parkplätze für Autos sind vorhanden.
Kiosk & Co.: Am Sand-Ufer neben der DLRG-Hütte gibt es ein gut ausgestattetes Kiosk.
FKK-Faktor: Mittel bis hoch, je nachdem an welchem Ufer man sich aufhält. Die Ostseite ist eher FKK-Zone, am Südufer ist die Badekleidungsdichte doch eher hoch.

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