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Geschichte

Harriet Straub: Von Emmendingen in die Sahara und wieder zurück

Harriet Straub ist eine Frau, die die Konventionen ihrer Zeit mit ihren humorvollen Texten voll bissigem Witz durchbrochen hat und ihrer Zeit damit viele Schritte voraus war. Sie wurde in Emmendingen geboren und ging in Freiburg zur Schule.

Der Name Harriet Straub ist vermutlich zunächst nur denjenigen bekannt, die in der Harriet-Straub-Straße in Vauban wohnen. Doch hinter diesem Straßenschild verbirgt sich eine spannende Persönlichkeit, die vor mehr als 100 Jahren in Emmendingen geboren wurde. "Harriet Straub war […] eine der wenigen Frauen ihrer Zeit, die sich weigerten, ihre persönlichen Unabhängigkeitsbestrebungen in der Ehe oder ’im Schoß der Kirche’ ersticken zu lassen", hieß es in den 90er Jahren in der TAZ.
Erst zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde das Werk der Schriftstellerin bei der Recherche zu ihrem berühmten Ehemann, dem Schriftsteller Fritz Mauthner, wiederentdeckt und nach und nach herausgegeben. Und es lohnt sich, der Biografie Harriet Straubs durch das Wirrwarr der vielen Namen, unter denen sie publizierte, nachzuspüren.
Schul- und Jugendjahre in Freiburg
Maria Hedwig Luitgardis Straub, kurz Hedwig, kommt am 20. Januar 1872 auf die Welt. Sie ist das dritte Kind einer bürgerlichen Familie, deren katholische Prägung schon anhand ihrer Namensgebung deutlich wird. 1878 wird der Vater, der Notar Carl Straub, nach Freiburg versetzt, weshalb Hedwig dort ihre Schul- und Jugendjahre verbringt. Im Alter von elf Jahren verliert Hedwig ihre Mutter, was sich als schweres Trauma auf ihr Leben auswirkt. Aus dieser Zeit stammt Straubs Tagebuch, das sie am Todestag ihrer Mutter zu schreiben beginnt.
Es wurde erst 1996 entdeckt und ist bis heute eine der wichtigsten Quellen, um ihre Biografie nachzuvollziehen. In ihrem Tagebuch schildert die Elfjährige ihre Verlassenheitsgefühle aufgrund des Todes ihrer Mutter und setzt sich mit der Tatsache auseinander, die für sie besonders schmerzhaft ist: Ihre Mutter hatte sie auf dem Sterbebett, im Gegensatz zu ihren zwei älteren Geschwistern, nicht noch einmal sehen wollen. Schon hier zeigen sich Hedwigs frühe Beobachtungsgabe und ihr literarisches Talent: "Es sind überall so viele warum und ich weiß nie ein richtiges darum. […] Ich möchte wissen, wie ich durchs Leben kommen soll, wenn ich nichts verstehe von ...

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