Namenstatistik

Greta steigt in die Top Ten der beliebtesten Babynamen in Freiburg auf

Simone Höhl

Emilia löst Sophia auf Rang 1 der Lieblingsnamen für Neufreiburgerinnen ab, bei den Jungen macht Paul das Rennen. Die Liste der Freiburger Namen insgesamt führen die Annas und Michaels an.

Eines der beliebtesten Rankings des Jahres steht fest: die Top Ten der Babynamen. 2019 landete Emilia bei den Mädchen auf Platz eins und hat Seriensiegerin Sophia auf Rang 7 verwiesen. Neu in den Top Ten – Fridays for Future sei Dank – ist Greta. Bei den Jungs heißt der Aufsteiger des Jahres Paul (von Platz 8). Vorjahressieger Noah fiel auf Platz 9 zurück. Auf den Rängen herrscht Gedränge wie nie: Bei den Mädchen rangieren insgesamt elf Namen auf Platz 9.




Die meisten Freiburger heißen Michael, die meisten Freiburgerinnen Anna. Das zeigt ein Namens-Tool, das die Statistiker der Stadt gerade online gestellt haben, und es zeigt noch mehr. So lässt sich mit einem Klick sehen, wie viele noch Adolf heißen (61). Aufwendiger ist der Vergleich der häufigsten Namen verschiedener Altersklassen – aber lohnend.

Bei den Frauen ist mehr Bewegung drin, als bei den Männern

Auffällig: Bei den Frauennamen ist da mehr Bewegung. Bei den Top Ten der Männer wiederholen sich in verschiedenen Altersgruppen immer wieder dieselben Namen: Michael natürlich, aber auch Andreas, Thomas, Christian und Alexander... Gerade bei den Älteren waren die Eltern von Jungs offenbar konservativer in der Namenswahl. Von der Top Ten der 40- bis 50-Jährigen zum Beispiel sind gleich sieben Namen deckungsgleich mit der Top Ten der Freiburger in allen Altersgruppen. Wer dagegen jünger ist als 30 Jahre, heißt oft anders: Die Thomasse und Christians kamen außer Mode. In den letzten Jahren war Paul der neue Michael.



Während Freiburger Frauen in den 40ern gerne Sandra und Claudia heißen, sind es in den 60ern Gabriele und Monika – so heißt von den Unter-Zehnjährigen gerade mal noch je ein Mädchen. Anna dagegen geht immer, sie hält sich seit 40 Jahren in der Top Ten, aktuell auf Platz 5. Aber insgesamt ist ein Trend zu Moden klar erkennbar, und die kommen und gehen. Exotische Namen, die vor zehn Jahren in Freiburg vergeben wurden, finden sich im aktuellen Namensverzeichnis nicht alle wieder. So leben Elvis und Amaryllis nicht mehr in der Stadt, aber Prince und Princess, Adelgunde und Golo.

Onlinetool der Freiburger Statistiker listet Zehntausende Namen auf

Sören Werner vom Amt für Bürgerservice und Informationsmanagement hat die Namensstatistik aktuell erstellt und sie öffentlich zugänglich gemacht: In Freiburgs Onlineportal Fritz kann jeder die Daten mit Stichtag 31. Dezember 2019 auswerten und nach seinem Namen suchen. Fast 25.000 verschiedene erste Vornamen sind gelistet – von Aada bis Zyrifa für Frauen und von Aabdul bis Zyprian für Männer.



Sortiert man die Männernamen nach der Häufigkeit, muss man bis zum 61. Platz nach unten scrollen, um den ersten fremden Namen zu finden: Ali, nach Jörg und vor Günter. Bei den beliebtesten Frauennamen ist dies nicht so eindeutig – Anna, Maria und Julia, die Drei auf den ersten Rängen, sind international. Mit 61 Männern, die Adolf heißen, steht der Name auf Rang 237 (den bei den Frauen Leni und Alicia belegen). Drei Viertel sind 75 Jahre alt und älter, elf sind deutlich nach dem Krieg geboren (siehe auch Grafik).
Das Onlinetool der Freiburger Statistiker ist auf fritz.freiburg.de zu finden.

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