Alkohol oder nicht

Gemeinderat soll nächste Woche über Freiburger Weihnachtsmarkt entscheiden

Simone Höhl

Mit Alkohol oder ohne? In jedem Fall dezentral und mit Abstand. Die Diskussion über den Weihnachtsmark nimmt Fahrt auf. In einer Woche soll der Gemeinderat eine Entscheidung fällen.

In Stuttgart streiten die Ministerien, ob es auf Weihnachtsmärkten im Land Alkohol geben darf. In Freiburg soll der Gemeinderat in einer Woche beschließen, wie der traditionsreiche Markt im Corona-Modus vonstatten gehen soll. Freiburgs Marktgesellschaft FWTM wird mit der Stadtverwaltung ein Konzept vorlegen. Doch ob es Glühweinstände vorsieht oder ein Alkoholverbot ein Thema ist, blieb am Montag offen: Weder die "Freiburg Wirtschaft Tourismus und Messe GmbH" noch das Rathaus äußerten sich zu der Frage.


"Wir stecken noch in der Abstimmung und Bewertung", sagte Rathaussprecherin Martina Schickle. Die Klärung werde wohl im Laufe der Woche erfolgen. Das sollte sie, denn nächsten Dienstag steht der Weihnachtsmarkt auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Der hatte Ende Juli FWTM und Ämter beauftragt, ein dezentrales Konzept aufgrund von Corona-Einschränkungen zu erarbeiten. Denn auch 2020 soll der Markt stattfinden, die 150 Stände sollen aber weit in der Stadt verteilt werden. Im Juli war von Besuchermengen die Rede, nicht aber von Alkohol. Ob es dazu inzwischen aus dem Rathaus Vorgaben oder Wünsche gibt, ist nicht bekannt. Und solange man sich dort abstimmt, kann die FWTM nichts sagen, erklärte eine Sprecherin.

Weil mit steigendem Alkoholpegel die Bereitschaft zur Vorsicht sinkt, will das Sozialministerium Alkohol verbieten. Das Wirtschaftsministerium hält die Ansteckungsgefahr im Freien für gering.

Freiburgs Weihnachtsmarkt ist bekannt, auch für sein Gedränge. 2019 zog er 1,1 Millionen Besucher an. Kleinere Märkte in der Region sind abgesagt, zum Beispiel in Freiburg-Munzingen und Lörrach. Der Basler dagegen soll stattfinden.

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