Mobilität

"Geht aufs Rad": Experte aus Freiburg rät zum Radfahren in der Corona-Krise

dpa

Im Land gelten Ausgangsbeschränkungen – aber Sport ist alleine oder mit Familienmitgliedern noch erlaubt. Ein Experte aus Freiburg rät gegen den Lagerkoller dazu, aufs Rad zu steigen.

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, sollte man möglichst viel zu Hause bleiben. Wer aber nach draußen muss, etwa für einen Einkauf im Supermarkt, für den bietet sich aus Sicht des Biometrikers Gerd Antes derzeit besonders das Fahrrad als Fortbewegungsmittel an.


"Ich kann nur betonen: Geht aufs Rad", sagt Antes, der sich unter anderem mit den Verbreitungswegen von Infektionen beschäftigt. Rad zu fahren, sei ein hundertprozentiger Selbstschutz, weil man nur das Rad anfasse und etwa nicht die Stangen in Bahn oder Bus. "Und es ist ein hoher Schutz für andere, da man automatisch und andauernd Abstand hält."

Wenn mehr Menschen auf das Rad stiegen, entlaste das auch den öffentlichen Nahverkehr, "der ja die größte öffentliche Massenveranstaltung ist und bei dem das Infektionsrisiko besonders groß ist", erklärt der langjährige Direktor des Deutschen Cochrane-Zentrums am Universitätsklinikum Freiburg.

"Gerade die Leute, die sich jetzt eingesperrt fühlen, leiden vielleicht auch wegen des Bewegungsmangels", so Antes. Und da helfe Fahrradfahren. "Es ist körperlich in jeder Hinsicht gut." Sport und Bewegung an der frischen Luft sind etwa im Kreise der Familie schließlich noch erlaubt.
Aufgepasst! Die Bergwacht mahnt Freizeitsportler zu erhöhter Vorsicht beim Aktivitäten in der Natur, etwa beim Mountainbiken: Komme es zu Unglücken, müssten sich Retter im Einsatz einer hohen Infektionsgefahr aussetzen. Menschen sollten ihr Freizeitverhalten daher so anpassen, dass die Einsatzzahlen für den Rettungsdienst möglichst gering gehalten werden können.

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