Neues vom Mundenhof

Für die Schafe auf dem Mundenhof ist jetzt Pediküre angesagt

Simone Höhl

Wie schneidet man einem Schaf die Klauen? Die Mitarbeitenden des Mundenhofs haben ihre Technik perfektioniert. Das Schaf darf dafür auf dem Rücken liegen.

Sonne, Schulferien und süßer Nachwuchs: Eigentlich wäre zur Zeit tierisch was los auf dem Mundenhof, und dann ist wegen Corona geschlossen. Doch sein Team zeigt zusammen mit der BZ, was es Neues im städtischen Tiergehege gibt, heute: ein Schaf im Schönheitssalon.

Freiwillige haben ein Schaf auf den Rücken gedreht, Pflegerin Bettina Seifarth rückt mit einer robusten Schere an – Zeit für Pediküre auf dem Mundenhof. Tom Wohnus und Finn Reimold, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr absolvieren, lachen, das Coburger Fuchskopfschaf guckt skeptisch aus der Wolle. "Die sind klasse", meint Susanne Eckert: Die Rasse mit dem rötlichen Kopf hat schönes beiges Fell und gutes Fleisch, ist sehr umgänglich und interessiert an Menschen. "Und wenn sie gekrault werden, finden sie’s prima", sagt Eckert. Sie leitet zusammen mit Birte Boxler den Hof, der sich auf Haus- und Nutztiere spezialisiert hat.

Auf dem Rücken liegend klappt’s mit der Spa-Behandlung

Grundsätzlich gilt: Fleischrassen und Tiere, die gemolken werden, sind zutraulicher als reine Wollschafe. Aber bei allen müssen die Klauen im Abstand von einigen Wochen gepflegt werden. "Der Nagel wächst, wie bei uns auch", erklärt Susanne Eckert.

Ihre Kolleginnen und Kollegen kontrollieren bei allen Huftieren regelmäßig, ob sie sich Steine eingetreten haben und alles in Ordnung ist. Die Schafe legt man dazu am besten aufs Kreuz. "Das ist ein Trick, den die Tierpfleger anwenden: Dann stellt es sich tot und hält still."