Krise über Krise

Fünf Wunder, die Freiburg gerade gut gebrauchen könnte

Gina Kutkat

Manchmal braucht es ein paar Wunder, um in diesen verrückten Zeiten nicht durchzudrehen. Weil es 2020 nicht gerade gut mit uns meint, haben wir fünf Szenarien für Freiburg überlegt, die uns jetzt aufheitern.

Corona, Teil-Lockdown, Wahlkrimi in den USA, Anschlag in Wien: Es macht gerade nicht wirklich Spaß, in dieser Welt zu leben. Und wo man sich früher noch ins Nachtleben oder ins Lieblingsrestaurant stürzen konnte, steht man heute vor verschlossenen Türen. Da nützt es auch nichts, dass man keinen Corona-Leugner oder Maskenverweigerer persönlich kennt. Und es muntert auch nur ein bisschen auf, dass die Klopapier-Hamsterer gerade wieder genauso einen an der Murmel haben wie beim ersten Lockdown.


Es muss ein bisschen gute Stimmung her! Oder noch besser, ein paar Wunder für Freiburg. Die zwar vollkommen erträumt und ersponnen sind (Spoiler!), aber wir haben gerade auch keine andere Lösung. Deshalb kommen hier fünf wirklich hypothetische Wunder, die Freiburg 2020 noch dringend nötig hätte. Wir glauben jetzt einfach mal dran, macht ihr mit?

1. Ein Weinbrunnen in der Innenstadt

Ob Bertoldsbrunnen oder Bächle: Eines von beidem sollte schnellstens zum Weinbrunnen für Freiburg umfunktioniert werden. Da fließen dann die guten Tropfen aus Kaiserstuhl, Markgräflerland und der Ortenau – und jeder kann sich mit seinem eigenen Glas kostenlos bedienen – 24 Stunden lang, sieben Tage pro Woche. Subventioniert wird die Aktion vom Badischen Weinbauverband.

2. Freiburg als erste Großstadt coronafrei

Es ist 9.34 Uhr an einem Mittwochmorgen, als Bundeskanzlerin Angela Merkel vor die versammelte Presse tritt und die gute Nachricht verkündet: "Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger. Es gibt Hoffnung. Wie mir Martin Horn, Oberbürgermeister von Freiburg, heute Früh via Insta-Message mitteilte, ist seine Stadt komplett coronafrei." Weil sich alle Freiburgerinnen und Freiburger so vorbildlich an die Regeln gehalten hatten und jegliche Kontakte einschränkten, sei das Virus eingedämmt worden. "Nehmen Sie sich Freiburg zum Vorbild. Dann können wir diese Krise gemeinsam schaffen."

3. Revival des Dönercopters

Warum die Bürgerinnen und Bürger von Freiburg so brav zu Hause blieben? Weil der Dönercopter ihnen das Essen direkt in die Wohnung flog! Bereits 2012 sorgte das Döner-Bestell-und-Liefersystem aus Freiburg für Furore – im Lockdown 2020 ließen die Tüftler ihre Erfindung wieder aufleben. Der Clou: Im täglichen Wechsel durfte jedes Restaurant, jede Bar und jedes Café vom Copter Gebrauch machen – egal ob es Döner, Burger oder vegane Bolo im Angebot gab.

4. Der SC Freiburg wird Herbstmeister

Mindestens genauso unrealistisch wie die anderen Punkte, aber man wird ja wohl noch träumen dürfen. Aktuell kriecht der SC eher in der unteren Mitte herum, aber so ein bisschen Euphorie und Jubeln und Triumph – aka eine Herbstmeisterschaft – das wäre jetzt was.

5. Freiburger Biologin findet einen Impfstoff

Während weltweit große Pharmakonzerne und Biotech-Unternehmen mit viel Geld im Rücken am Impfstoff tüfteln, ist auch eine junge Freiburgerin am Testen. Weil sie sich freiwillig in Quarantäne begeben hatte, forschte sie zwei Wochen ungestört in einem Labor der Universität. Das Resultat: Ihr Impfstoff ist der erste, der bei Menschen wirklich hilft.

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