Fünf Studenten drehen die Krimi-Serie "seventyeight" in Freiburg

Sarah Wenzel

Morde, Familiengeheimnisse und mysteriöse Botschaften: Fünf Studenten aus Furtwangen machen die Freiburger Innenstadt zum Filmset ihrer Online-Mysteryserie "seventyeight". Wo in Freiburg die Serie gedreht wurde und wie man selbst auf den Serienverlauf Einfluss nehmen kann:



Stell dir vor, dein Vater bricht im Flur zusammen. Du weißt nicht warum, du darfst nicht zu ihm, und die Informationen, die du bekommst, lassen sich zusammenfassen mit: "Führe das Café weiter!"
So geht es der Hauptfigur Jenny in der Freiburger Web-Serie Seventyeight. Bald stellt sich heraus, dass in dem Café ihres Vaters mit mehr gehandelt wird als mit Croissants und Kaffee. Und spätestens, als die erste Leiche auftaucht, wird Jenny klar, dass sie nicht viel Zeit hat, die dunklen Geschäfte ihres Vaters zu durchschauen.

Wer sich in Freiburg auskennt, wird sich in der mysteriösen Serie schnell zurechtfinden: Hauptdrehort ist das Café Huber im Stühlinger. Die Besitzerin Annette Huber, mit der das Drehteam eng zusammengearbeitet hat, ist auch in der Serie selbst als Annette zu sehen. Und wer aufmerksam zuschaut, wird auch die Discothek Elpi und den Seepark als Drehorte wiedererkennen.

Entwickelt wurde die Serie von 5 Studenten aus Furtwangen: Andreas Müller, 22, Medieninformatikstudent aus Villingen Schwenningen, Dominik Seemann, 22, Student der Medienkonzeption aus Nördlingen, Julian Rauer, 24, Onlinemedienstudent aus Herrenberg, Marcel Lang, 23, Onlinemedienstudent aus Esslingen und Florian Birschl, 27, Medieninformatikstudent aus Konstanz.

Das Besondere an der Serie ist ihre Interaktivität. Seit der Facebookgründung am 13. Dezember letzten Jahres ist die Serie als Castingshow aufgezogen - nur ohne Dieter Bohlen, Herzschmerzgeschichten und das Ziel, die Teilnehmer im größtmöglichen Umfang zu demütigen.

Über Facebook und Twitter konnten alle, die der erste Trailer begeistert hat, über Kandidaten für verschiedene Rollen innerhalb der Serie sowie über Inhalte der Serie abstimmen. Und auch jetzt hat jeder Zuschauer die Möglichkeit, die Handlung der Serie mitzubestimmen: Auf der seventyeight-Website können aufmerksame Seventy-Eight-Gucker Rästel zur Handlung lösen und Vermutungen zum weiteren Serienverlauf abgeben.

Die Idee für die Serie kam den fünf Furtwangenern im Oktober 2013, als sich die Möglichkeit ergab, mit einer Webserie sowohl ihr Studienprojekt für die Hochschule abhzuaken, als auch sich den Traum von der ganz eigenen Serie zu erfüllen.

Das es dann tatsächlich geklappt hat, liegt laut Julian Rauer am Teamgeist: “Wir hatten einfach Glück, so ein tolles und motiviertes Team zu haben”.  Die Auswahl der Kandidaten für einzelne Rollen zum öffentlichen Casting zu machen, hatte letztendlich auch den Hintergedanken, die Show ins Stadtgespräch und in die Hinterköpfe zu bringen - und ihr zu helfen, dort zu bleiben. Bis jetzt scheinen sie damit guten Erfolg zu haben, momentan haben knapp 600 Leute die Facebook-Seite der Serie geliked.

Die ersten beiden Folgen der Serie sind jetzt online. Die meisten Charaktere werden von semiprofessionellen oder professionellen Schauspielern verkörpert, viele davon sind über Umwege und durch Zufall bei seventyeight gelandet.

Vorerst werden drei Folgen mit in sich geschlossener Handlung erscheinen, die jedoch bei Erfolg der Serie auch fortgesetzt werden könnten.

Die ersten beiden Folgen könnt ihr hier ansehen:

Seventyeight Kapitel 1

Quelle: Youtube


Seventyeight Kapitel 2

Quelle: Youtube


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