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Fünf Erkenntnisse aus der ersten Folge von "Biohackers" auf Netflix

Gina Kutkat

Freiburg von seiner coolsten Seite, ein volles Audimax und eine überzeugende Hauptdarstellerin: fudder hat die erste Folge der Netflix-Produktion "Biohackers" geschaut – und einiges dabei gelernt.

Seit Donnerstag, 20. August, läuft auf Netflix die Sci-Fi-Serie "Biohackers", die in Freiburg spielt und hier auch teilweise gedreht wurde. In den Hauptrollen sind Luna Wedler und Jessica Schwarz zu sehen. fudder hat sich die erste Folge "Ankunft" (44 Minuten) angeschaut.


1.) Freiburg ist schon cool

Die Stadt aus der Vogelperspektive, eine Kamerafahrt vorbei an blauer Brücke, Universitätsbibliothek, ein Schwenk durch die Gerberau – alles unterlegt mit stimmiger Soulmusik: Freiburg, du siehst gut aus! Schon in den ersten zehn Minuten der Serie zeigt sich unsere Stadt von der besten Seite. Die UB kommt daher wie ein stylischer Koloss, auf den Straßen ist soviel los wie doch eigentlich nie. Alles überlegt mit einem optimierenden Filter und unterbrochen von kurzen Drohnenaufnahmen wirkt Freiburg fast cool.



2.) Wir vermissen das volle Audimax

"Willkommen in Freiburg" sagt der Professor in der ersten Vorlesung, die Medizinstudentin Mia in der Serie besucht. "Schauen Sie sich ihre Sitznachbarn an und sagen Sie ’Hallo’. Jeder zweite von Ihnen wird es nicht bis zum Physikum schaffen." Krawumms, sind die Ansagen der Profs auch in der Realität so hart? Egal, denn etwas ganz anderes macht uns wehmütig: Das volle Audimax. 788 Plätze hat der größte Hörsaal der Uni Freiburg – und sie sind in der "Biohackers"-Szene alle belegt. Kaum vorstellbar zu Corona-Zeiten, dass man in einem vollen Hörsaal sitzt, geschweige denn dem Sitznachbarn etwas ins Ohr flüstert.



3.) Bitte (nicht) lachen

Wer Serien nicht verträgt, die auf lustig machen, könnte hier schnell abschalten. Denn in "Biohackers" gibt es ein paar Szenen, die komödiantisch sein wollen – Betonung liegt auf "wollen". Alles etwas erzwungen leider. So quasselt Mias neue Mitbewohnerin Cehn-Lu (Jing Xiang) extra doppelt so schnell, wohl um zu zeigen, was für eine geniale und verrückte Person sie ist: "Oh Gott, ich klinge schon wieder wie Wikipedia, sorry!". Die andere Mitbewohnerin Lotta (Caro Cult) rennt oben ohne durch die Wohnung und will Mia vom Studieren abhalten. Come on! Und dann flitzt Mia in der nächtlichen UB eine Maus über die Füße, die Grün leuchtet. Es stellt sich heraus, dass es sich um ein Tierchen namens "Mendel" handelt, das ein Gen für fluoreszierendes Protein in sich trägt. Schon klar.



4.) Wir lieben Luna Wedler

Hach, Luna! Auf dich als Hauptdarstellerin können wir uns verlassen. Dunkle Stimme, roter Schmollmund, Sommersprossen und eine freche Zunge: In der Rolle der neugierigen und schlauen Medizinstudentin Mia liefert die junge Schweizer Schauspielerin eine überzeugende Leistung – und erinnert uns an die tolle Emma Stone. Mit ihren 21 Jahren hat Luna Wedler schon in vielen Kino- und Fernsehproduktionen mitgewirkt – unter anderem in "Das schönste Mädchen der Welt" und "Auerhaus". Zum Schauspielen kam sie übrigens, weil sie es einfach mal ausprobieren wollte.



5.) Das hätten wir auch vor vier Monaten verkraftet

Eigentlich sollte "Biohackers" bereits am 30. April anlaufen. Wegen der Corona-Pandemie hatten die Macher und Netflix den Starttermin jedoch verschoben. Begründung: Eine Szene aus der ersten Folge hätte auf manche Zuschauer zum damaligen Zeitpunkt verstörend wirken können. Darin kippen nacheinaner alle Passagiere eines Zuges um und bleiben bewusstlos auf dem Boden liegen. Klar: In der Anfangszeit der Corona-Krise waren wir teilweise verängstigt und verunsichert, aber eine Serie bleibt eine Serie und als Zuschauer kann man immer noch selbst entscheiden, was man verkraftet.



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