fudders Lieblingspizzerien: Bella Italia

Fudders Pizza-Guru

fudder hat die elf Lieblingspizzerien der fudder-User besucht. Wo gibt's die leckersten Pizzen? Wie ist das Ambiente? Und wer ist eigentlich der Pizzabäcker? Zum zweiten Teil der Serie hat unser Pizzatester das Bella Italia an der Ecke KaJo/Schreiberstraße besucht.



Auf der Speisekarte

Fünf Vorspeisen plus „Primi piatti“: je drei mit Gnocchi, Penne oder Risotto. Fisch, Fleisch. 46 Pizzen (ab 3 Euro), 36 Spaghettigerichte. Die Bier-Hausmarke heißt Alpirsbacher Klosterbräu.

Die Pizza

Die Testpizza misst 27 Zentimeter im Durchmesser. Sie ist insgesamt flach, aber nicht zu Ungunsten des Belags, denn der Teig an sich ist dünn und verbreitet einen angenehmen Duft. Nicht trocken, nicht pappig.

Bella-Italia-Pizzen sind in aller Regel schmackhaft belegt. Sonderwünsche, die nicht auf der Karte stehen, werden großzügig erfüllt.



Sorten mit Käse und öligen Zutaten sind – das sollte nicht überraschen – nicht eben fettarm. Hält man ein Stück senkrecht, tropft es einen Ölsee. In den Augen dieses Testers ist das kein Makel. Fett ist ein Geschmacksträger - je fettiger desto deftig.

Der bestellte Vorspeisensalat kommt nach vier Minuten. Den anderen am Tisch, die keine Vorspeise bestellt haben, kommen deshalb die 26 Minuten Wartezeit bis zur Pizza länger vor. Aber es ist auch Abend-Rush-Hour im Restaurant.

   

Woher stammen die Zutaten?

Besitzer Giovanni Bevilacqua legt nach eigenen Angaben Wert auf hundert Prozent frische Zutaten. Gemüse aus der Region, Tomaten sowohl für die Tomatensoße als auch für den Belag aus Italien, Paprika, Champignons – nichts davon komme aus der Dose. Der Hauskäse ist deutscher Edamer mit 40 Prozent Fett.

Der Ofen

Die Bella-Italia-Crew backt in einem elektrischen Ofen der Marke Moretti, „der Benz unter den Öfen“ (Bevilacqua) mit einer Kapazität von 20 Pizzen.

 

Der Pizzabäcker

Giovanni Bevilacqua ist gebürtiger Kalabrier und kam über eine Station in Gießen schließlich 1983 nach Freiburg. Seine erste Pizzeria mit dem Namen „Latina“ eröffnete er 1985 in der Schwarzwald-City.



Lieblingsgericht des Wirts

Bevilacqua isst selbst am liebsten knoblauchlastig: eine scharfe Pizza Calabrese oder Spaghetti Aglio e Olio.    

Lieblingsfußballclub des Wirts

„Inter Mailand“, sagt Bevilacqua sofort. Und fügt hinzu: „Aber wenn es um deutschen Fußball geht, natürlich der SC Freiburg.“ Und um zu beweisen, dass er Letzteres nicht nur nachgeschoben hat, weil es sich gehört: „Ich war beim DFB-Pokal-Halbfinale in Stuttgart im Stadion.“  

Spezialitäten: Das gibt's nur hier

Hervor sticht Gericht Nr. 46, die Pizza „Strammer Max“ (mit Spiegelei und Speck). Ansonsten empfiehlt der Wirt nach Saison eine Pizza mit Spargel oder Meeresfrüchten. Als seine Kernkompetenz bezeichnet Bevilacqua aber die Spaghettigerichte. Die Pasta wird in seinem anderen Lokal, der „Bürgerstube“, selbstgemacht.

Interieur und Ambiente

Die Bella Italia befindet sich im Souterrain, die Fenster befinden sich auf Straßenhöhe. Den dicken, gewölbehaften Wänden entsprechen schweres, dunkles Holz und sogar Sandsteinfiguren vom Münster. Trotzdem ist das Bella Italia keine stickige Höhle. Das Restaurant ist klimatisiert und die Designlampen verbreiten warmes Licht.



Die Bedienung ist durchweg italienisch. Die Mitarbeiter sind in der Regel freundlich und verbindlich. Wenn sie – wie am Abend des Testbesuchs – in der richtigen Stimmung sind, schrecken sie vor pädagogischen Maßnahmen wie dem Entzug des Handys eines weiblichen Gastes, der sich nicht angemessen aufs Essen konzentrierte, nicht zurück.

Die Preise

  • Pizza: Pizza Margherita: 3 Euro. Teuerste: Pizza Pia mit Mozzarella, Parmaschinken, Rucola und Parmesanstückchen: 7,50 Euro. Vier Jahreszeiten: 5,80 Euro, Vier Käse: 6 Euro.
  • Pasta: Spaghetti Bolognese: 4,50 Euro. Aglio, Olio e Peperoncini: 5 Euro. Teuerste: Mit Meeresfrüchten, 6,50 Euro.
  • Getränke: Pils, Cola oder Apfelschorle 0,4l: je 3 Euro. Mineralwasser 0,4l: 2,50 Euro.
 

Das sagen die Kunden

Annabell hat sich als Veganerin Spaghetti Aglio e Olio bestellt und war zufrieden. Ein bisschen Hunger musste sie leider aushalten, weil der Hauptgang zur Rush Hour erst nach 26 Minuten kam. Knapp zehn Minuten davon lassen sich aber auf das Salatessen des Tischgenossen schieben.

Dass Annabell so lange nach ihrem einkassierten Handy suchen musste, kann sie der Bedienung nicht allein anlasten. Denn nur durch die wortlos-perfide Mithilfe ihrer Freunde konnte der Streich gelingen.

Markus, auf den Annabell wegen der Handy-Sache jetzt nicht mehr sauer ist, fand seine halb und halb belegte Pizza schmackhaft und fühlte sich „angenehm satt“. Für ihn hätte es allerdings noch mehr Belag sein dürfen.

 

 

Spaghetteria / Pizzeria Bella Italia

Kaiser-Joseph-Straße 284
79098 Freiburg
0761.36495
Website: Bella Italia

Öffnungszeiten

Geöffnet täglich von 11:30 bis 24 Uhr.
Durchgehend warme Küche.

Mehr dazu:


Die Serie: fudders Lieblingspizzerien in Freiburg

   

Foto-Galerie: Ruben Fees

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