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Talk in der Tram

fudder fährt Straßenbahn mit Volker Kempf (AfD)

In der Bahn gibt’s die besten Gespräche: fudder ist mit den Direktkandidaten des Bundestagswahlkreises Freiburg von Endhaltestelle zu Endhaltestelle gefahren. Heute: Volker Kempf, AfD.

Ausgerechnet in einem italienischen Eiscafé beginnt an diesem trüben Morgen ein Interview, in dem so viel über Migrantinnen und Migranten, über Patriotismus und Kulturkampf gesprochen werden wird. Volker Kempf hat sich schick gemacht: Das gestreifte dunkle Sakko hat er offengelassen, die Haare sind akkurat gekämmt, die weißen Knöpfe des Hemds glänzen. Kempf nimmt einen Schluck Kaffee aus der zierlichen Tasse. Dann sagt er: "Ich hatte das Gefühl, ohnmächtig zu sein. Aber die AfD ist eine Oase, um konkret etwas zu verändern."

Seine Ohnmacht hat der 48-Jährige überwunden, seit er 2013 in die Alternative für Deutschland (AfD) eingetreten ist. Jetzt rüstet er zum Kampf: Volker Kempf ist Direktkandidat der AfD im Wahlkreis Freiburg, am 24. September möchte er in den Bundestag einziehen.

Kempf fordert einen "gesunden Patriotismus"
Auf Wahlplakaten lächelt er dem Betrachter verhalten entgegen, aber Volker Kempf macht Politik mit Wut im Bauch. Sein Feindbild sind die Errungenschaften der 68er-Bewegung. Die habe Deutschland, so findet er, vor allem Antipatriotismus und Political Correctness gebracht. "Wir haben eine politisch links geprägte Sprachherrschaft; wer sich nicht fügt, wird verteufelt", klagt er. Damit müsse Schluss sein, die AfD werde den öffentlichen Diskurs wieder zurückgewinnen. "Wir ...

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