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fudder empfiehlt 9 Serien, die Du sicher noch nicht kanntest

fudder-Redaktion

Langeweile dank Lockdown, aber die bekanntesten Serien schon geschaut? Science Fiction, Drama, Comedy, Fantasy und vieles mehr – die fudder-Redaktion hat weniger bekannte Serien gesuchtet und kurze Einblicke dazu geschrieben.

1. Lisa Ochs empfiehlt "The 100" auf Amazon Prime und Joyn

Was tun, wenn die Erde aufgrund von atomarer Strahlung nicht mehr bewohnbar ist? Bei der Serie "The 100" lebt der Rest der Menschheit auf einem riesigen Raumschiff namens "Arche" im Weltall. Eine Gruppe von 100 jungen Straftätern wird zurück auf die Erdoberfläche geschickt, um sie auf ihre Bewohnbarkeit zu testen. Auf der Erde kommt es aber nicht nur zu Rivalitäten innerhalb der Gruppe, sondern die Rückkehrer stellen auch fest, dass sie nicht die einzigen Bewohner auf der Erde sind. Die Serie hat 7 Staffeln und endet genau mit Episode 100. Die Spannung zieht sich von Anfang bis zum Ende durch – genau richtig für alle Post-Apokalypse Fans!



2. Anika Maldacker empfiehlt "Crash Landing on you" auf Netflix

Diese Serie ist mein Guilty Pleasure. Seit Game of Thrones hat mich keine Serie mehr so gefesselt – dabei haben sie nichts gemein. Im Gegenteil, Crash landing on you ist ein kitschiges K-Drama aus 16 Folgen, die jeweils Spielfilmlänge haben – aber auch eine der erfolgreichsten südkoreanischen Serien. Die Story ist einfach und etwas vorhersehbar – wobei das zum Konzept gehört: Die reiche, südkoreanische Geschäftsfrau Yoon Se Ri landet beim Paragliden aus Versehen in Nordkorea, wo sie vom nie lächelnden, aber ehrenhaften Soldaten Ri Jeong Hyeok gefunden wird, der sie versteckt und ihr zurück in den Süden helfen will. Was zwischen den beiden laufen wird, weiß man nach dem Intro. Trotzdem bietet die Serie Überraschungen – und viel Komik beim Aufeinandertreffen von Süd- und Nordkoreanern. Authentisch ist das allemal, denn ein nordkoreanischer Flüchtling half den Produzenten. Einziger Nachteil: Es gibt nur Untertitel. Dafür taucht man in den Klang der koreanischen Sprache ein.



3. Gina Kutkat empfiehlt "The Undoing" auf Amazon Prime und Sky

Das ist eine dieser Serien, die man schaut, und weiß: "Sowas Gutes wird es erstmal nicht wieder geben." The Undoing spielt in der Post-Corona-Zeit in New York und dreht sich um eine vermeintlich perfekte Familie: Nicole Kidman spielt die Psychologin Grace Sachs, die mit ihrem Ehemann (Hugh Grant in seiner besten Rolle!) und ihrem Sohn in einem schicken Apartment ihr Luxusfamilienleben lebt. Bis ein Mord geschieht – und ein packender Krimi beginnt. Wir haben die sechs Folgen an zwei Tagen durchgeschaut und die Serie seitdem jedem empfohlen – auch denjenigen, die gar keine Serien schauen. "The Undoing" ist einfach sauspannend, gute und kluge Unterhaltung und selbst ich als selbsterkorene Crime-Spezialistin wusste bis zur letzten Folge nicht, wer der Täter oder die Täterin war.



4. Tamara Keller empfiehlt "I May Destroy You" auf Sky und Amazon Prime

Dass diese Serie nicht für die Golden Globes nominiert wurde, ist eine Schande: Eindrücklich zeigt Michaela Coel, Ideengeberin, Drehbuchautorin und in der Hauptrolle der Arabella zu sehen, was sexuelle Gewalt und Traumata bedeutet. Der Inhalt: nach einer wilden Partynacht glaubt Arabella zunächst alles sei normal. Noch schnell tippt sie vor dem Abgabetermin bei ihrem Literaturagenten den Entwurf für ihr zweites Buch fertig. Doch im Laufe dieses Tages tauchen immer mehr Bilder von der letzten Nacht in ihrem Kopf auf. Vor allem das eines Mannes über sie gebeugt in einer Toilettenkabine...sie hat K.O.-Tropfen verabreicht bekommen – und jetzt? Die Serie zeigt Bilder wie sie zuvor noch auf keinem Bildschirm zu sehen waren (Spoiler: Periodenblut). Was bedeutet sexueller Missbrauch, vor allem für die Betroffene? Coel stellt unangenehme Fragen basierend auf ihren eigenen Erfahrungen. Meistens gibt es keine Antwort – denn die Welt ist eben nicht schwarz und weiß. Eines ist jedoch sicher: "I May Destroy You" ist ein Meisterwerk von dem jeder lernen kann. Wenn nicht die Golden Globes, dann wird es halt ein Oscar!



5. Anna Lob empfiehlt "High Fidelity" auf Amazon Prime

High Fidelity heißt ein Buch von Nick Hornby, welches 2000 als gleichnamiger Film erschien. In der Neuauflage als Serie auf Amazon Prime ist der Hauptcharakter die Endzwanzigerin Rob, gespielt von Zoë Kravitz, die einen Plattenladen in New York betreibt. Sie nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch ihre vergangenen Liebesbeziehungen und analysiert mit gnadenlosem Humor und scharfer Selbstkritik, warum es nicht geklappt hat. Begleitet wird die Serie von viel guter Musik, Bars und dem Sommer in New York.



6. Laura Wolfert empfiehlt "Carnival Row" auf Amazon Prime

Viele Fantasy-Serien bewegen sich auf dem schmalen Grad zwischen Kitsch und großem Kino. Game of Thrones hat es beispielsweise geschafft, Fans für sich gewinnen, deren Herzen normalerweise nicht für Mittelaltergeschichten und Drachen schlägt. Ähnlich Carnival Row: Die Serie ist inhaltlich und visuell so gut umgesetzt worden, dass jeder Zuschauer innerhalb weniger Minuten in das moderne Erwachsenen-Märchen abtaucht. Um was es dabei geht? Menschen wollen die viktorianische Welt der Feen-Familien an sich reißen. Orlando Bloom spielt dabei einen Detektiv, der mysteriöse Mordfälle aufklärt. Ebenfalls mit dabei ist Cara Delevigne in der Hauptrolle der Fee Vignette. Sex, Intrigen, Gewalt, Liebe, Kobolde: Die ersten acht Folgen mit jeweils knapp einer Stunde sorgen bereits für große Vorfreude auf Staffel zwei. Diese erscheint wohl schon im Frühjahr 2021, wieder auf Amazon Prime.



7. Maya Schulz empfiehlt "Please like me" auf Netflix

Josh Thomas und Thomas Ward sind nicht nur die Drehbuchautoren dieser australischen Serie aus dem Jahr 2013, sondern auch ihre Hauptfiguren. In insgesamt vier Staffeln, mit viel zu kurzweiligen Folgen, werden die Leben einiger junger Menschen erzählt, mitsamt allen Tragödien und Schwierigkeiten, denen sie begegnen. Josh Thomas war es sogar besonders wichtig, dass die Serie eher als Drama verstanden wird und weniger als Sitcom. Dennoch gibt es viel zu lachen: Please like me zeigt einfühlsam, dass das Leben nicht immer einfach ist, man es sich aber leichter machen kann, in dem man die Dinge mit Humor nimmt.



8. Anna-Lena Gröner "Lupin" auf Netflix

Eine französische Meisterdieb-Geschichte, unterhaltsam und spannend. Assane Diop (gespielt von Omar Sy, "Ziemlich beste Freunde") ist ein sympathischer Meisterdieb, der bei seinen Coups immer nach dem Vorbild der französischen Romanfigur und Langfingerlegende Arsène Lupin vorgeht. Mit dem "Beschaffen" eines Colliers stiehlt Lupin nicht einfach ein teures Schmuckstück: er will den Tod seines Vaters aufklären, einen mächtigen französischen Unternehmer zu Fall bringen und bringt sich und seinen Sohn damit selbst in Gefahr. Vergangenheit und Gegenwart werden spannend verstrickt. Die ersten fünf Folgen der ersten Staffel sind seit Januar 2021 über Netflix zu sehen. Achtung: es endet mit einem fiesen Cliffhanger! Im Sommer soll es mit weiteren fünf Folgen der ersten Staffel weitergehen.



9. Carolin Buchheim empfiehlt "Watchmen" auf Sky

Was macht jemanden zu einem Superhelden oder einer Superheldin? Egal in welches Helden-Universum man schaut, meist ist es der Kontakt mit einer toxischen Sache: der Biss einer Spinne, eine radioaktive Substanz. Das gilt auch für die Superheldinnen und Superhelden der Serienadaption von Watchmen. Nur ist die Substanz, die sie in ihre Rollen zwängt, die Geschichte der USA, geprägt durch White Supremacy. Serienmacher Damon Lindelof (Lost, The Leftovers) hat aus dem legendären Comic von Alan Moore und Dave Gibbons eine Serie gemacht, die man auch ohne Comic und den vorhergehenden Film versteht, und an der alles stimmt: Story, Optik, Musik. Watchmen ist - ganz ernsthaft - alles: spannend, traurig, lustig, überraschend und dazu auch noch wunderschön anzusehen. Für Lindelof ist das Projekt leider abgeschlossen, deswegen muss man die neun Folgen wirklich ganz besonders genießen.