Wegen Corona

Fridays for Future sagt geplanten Großstreik in Freiburg ab

Gina Kutkat

Kein Streik am 3. April: Wie die Freiburger Ortsgruppe von Fridays for Future am Donnerstag mitteilt, findet der geplante Klimastreik nicht statt. Stattdessen soll es kleine Aktionen geben.

Es sollten mehrere tausend Menschen kommen und für das Klima auf die Straße gehen, doch nun bleiben die Straßen leer: Fridays for Future Freiburg hat den für den 3. April geplanten Großstreik abgesagt. "Aufgrund der aktuellen Situation sehen auch wir uns in der Pflicht, unseren Teil zur Eindämmung des Corona-Virus beizutragen", schreibt die Ortsgruppe in ihrer Pressemitteilung.


Pressesprecher Moritz Schmidt führt weiter aus: "Wir hatten den Termin extra unabhängig vom internationalen Streik am 24. April gewählt, weil an dem Tag in Baden-Württemberg viele Prüfungen sind."Jetzt müsse man erst einmal abwarten, wie sich alles entwickelt. "Wir wurden ganz schön überrumpelt", so Schmidt.

Auch wenn für die meisten jungen Menschen Covid-19 keine große gesundheitliche Gefahr darstelle, sehe man sich in der Verantwortung, Großeltern und andere gefährdete Menschen zu schützen. "Zu einer Veranstaltung mit mehreren tausend Menschen aufzurufen, kommt in der aktuellen Lage daher nicht in Frage", so die Klimaschützer. Anstelle eines großen Streiks seien kleinere Aktionen geplant. "Was wir genau machen, entscheiden wir spontan", so Moritz Schmidt.

Weiterhin wünsche man sich, dass die Klimakrise von der Politik genauso behandelt würde wie ein gefährlicher Virus.

Mehr zum Thema: