Neue Fahrradstraßen

Freiburgs Rempartstraße wird für Kraftfahrzeuge zur Einbahnstraße

BZ-Redaktion

Die Rempartstraße in der Freiburger Altstadt wird ab 3. März zur Fahrrad- und zur Einbahnstraße. Die Zufahrt zu den Parkhäusern bleibt möglich. Zudem werden weitere Radstraßen ausgewiesen.

Die Rad-Initiative der Stadtverwaltung wird konkret: Nun werden Schilder angebracht, die Rempartstraße, Wallstraße, Belfortstraße und Holzmarkt zu Fahrradstraßen machen. Wichtigste Änderung: Die Rempartstraße wird zur Einbahnstraße.

Die vier Innenstadtstraßen gehören zu einem Bündel von acht Straßen im Stadtgebiet, die bereits im Herbst 2020 umgewidmet wurden. Sobald die Schilder und Piktogramme angebracht sind, wird es ernst. Die Rempartstraße darf ab 3. März von Kraftfahrzeugen nur noch von West nach Ost – also von der Belfortstraße in Richtung Holzmarkt – befahren werden. Diese Einbahnstraßenregelung gilt zunächst für sechs Monate. In dieser Probephase sollen die Auswirkungen auf den Verkehr dort und in der gesamten südlichen Innenstadt beobachtet werden, anschließend wird eine dauerhafte Entscheidung getroffen.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, liegen die acht neuen Fahrradstraßen – außer jenen in der Innenstadt gehören auch die Engelbergerstraße im Stühlinger sowie Hammerschmiedstraße, Oberrieder Straße und Andlawstraße im Osten der Stadt dazu – auf der Achse geplanter Rad-Vorrang-Routen und seien damit wichtiger Bestandteil der Verkehrswende. Sie werden jedoch alle für den Kfz-Verkehr freigegeben.
Fahrradstraßen

Fahrradstraßen sind dem Radverkehr vorbehaltene Fahrbahnen. Andere Fahrzeuge dürfen sie nur benutzen, wenn ein Zusatzzeichen (z.B. "Kfz-Verkehr frei") angebracht ist. Sie sind nicht mit Radwegen zu verwechseln. Die Höchstgeschwindigkeit für alle Fahrzeuge beträgt 30 km/h. Radfahrende haben auf Fahrradstraßen das Recht, jederzeit nebeneinander zu fahren, Kraftfahrer müssen gegebenenfalls ihre Geschwindigkeit verringern, um eine Behinderung oder Gefährdung von Radfahrern zu vermeiden.

Im Vorfeld der Einbahnstraßenentscheidung für die Rempartstraße galt es für die Stadtverwaltung abzuwägen: Die Verkehrsbelastung sollte gesenkt werden, gleichzeitig sollten aber die Parkhäuser an der Rempartstraße sowie die südliche Innenstadt erreichbar bleiben – insbesondere für den Lieferverkehr oder Handwerkerfahrten. Im Vorfeld, so die Stadtverwaltung, sei "mit lokalen Akteuren der Innenstadt und der Universität gesprochen" worden.

Der Stadt ist es einen gesonderten Hinweis wert, dass die Wentzingerstraße im Stühlinger nicht mehr durchgängig von Autos befahren werden darf: Die Kreuzung mit der Wiwilibrücke ist ausschließlich Radfahrenden vorbehalten.