US-Präsidentschaftswahl

Freiburgs Partnerstadt Madison wählt Joe Biden – zu 75 Prozent

Joachim Röderer

Der demokratische Herausforderer Joe Biden holt in der Freiburger Partnerstadt Madison mehr als 75 Prozent der Wählerstimmen. Donald Trump bekommt knapp 23 Prozent.

Es war ein sehr enges Rennen, das sich der Amtsinhaber Donald Trump und Herausforderer Joe Biden bei der US-Präsidentschaftswahl im miteinscheidenden Bundesstaat Wisconsin geliefert haben. Am Ende zeigte die Auszählung einen hauchdünnen Vorsprung für Biden, der so die zehn Wahlmänner für sich gewinnen konnte. Das hatte auch mit dem Wahlergebnis in Freiburgs Partnerstadt Madison zu tun.


Madison und sein Umland gehören zum Wahlbezirk Dane County im Süden des Bundesstaats. Und Dane County ist auf der Karte dunkelblau eingefärbt – als Hochburg der Demokraten in Wisconsin. Stand früher Donnerstagabend deutscher Zeit hatten 75,5 Prozent der Wähler in Madison und Dane County für Biden gestimmt und 22,9 Prozent für den amtierenden Präsidenten. Der Herausforderer nahm dem Republikaner allein in diesem Wahlbezirk mehr als 181 000 Stimmen ab – ein wichtiges Pfund, wenn man sieht, wie knapp es unter dem Strich in Wisconsin geworden ist.

Auch in der Großstadt Milwaukee lag Biden vorn, wenn auch nicht so deutlich wie in Madison. Am Donnerstagabend hielt Biden bei 98 Prozent der ausgezählter Stimmen in ganz Wisconsin einen Gesamtvorsprung von nur 20 500 Stimmen. Die Kontrahenten lagen zu dem Zeitpunkt nur um 0,6 Prozentpunkte auseinander. Madison ist eine Universitätsstadt und gilt als liberal. Die Stadt hat etwas mehr als 250 000 Einwohner. Madison und Freiburg sind bereits seit 1961 Twin Citys. Um die Beziehungen kümmert sich auch die Freiburg-Madison-Gesellschaft. Und die kommentierte das Wahlergebnis mit Rekordbeteiligung: "Wir sind stolz auf unsere Partnerstadt Madison", lautete der Eintrag auf der Facebookseite.