Fermentierung

Freiburgs erste Kombucha-Brauerei sucht Unterstützung – durch Crowdfunding

Gina Kutkat

Die Gastronomen Bérangère Pouchin und Benedikt Obermann möchten das Teegetränk Kombucha in Freiburg herstellen. Die Planung für ihre "Kombucha Kitchen" war schon fast abgeschlossen, als Corona kam. Jetzt sammeln sie Geld via Crowdfunding.

Mit gesunder Ernährung kennen sich Bérangère Pouchin und Benedikt Obermann aus: Seit drei Jahren betreiben sie den Biokeller Bistro in der Konradstraße und servieren ihren Gästen hauptsächlich veganes Essen: Renner sind die französischen Galettes aus Buchweizen, belegt mit wechselnden frischen Zutaten aus der Region.


Nun soll zu den natürlichen Speisen auch ein Getränk dazukommen, dem eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt wird: Im September will das Paar Freiburgs erste Kombucha-Brauerei eröffnen. Wer jetzt an alkoholische Getränke denkt, liegt nicht komplett falsch: Kombucha ist ein fermentiertes Getränk, das aus gesüßtem Schwarz- oder Grüntee gebraut wird. Bakterien und Hefen stoßen einen natürlichen Gärprozess an, der neben fruchtigen Aromen und Kohlensäure auch zahlreiche Vitamine und Nährstoffe hervorbringt. "Unser Kombucha ist roh, das heißt wir pasteurisieren ihn nicht", sagt Benedikt Obermann, "dadurch bleiben alle nützlichen Mikroorganismen lebendig."

12.000 Euro durch Crowdfunding

In den letzten Wochen hatten Bérangère und Benedikt genug Zeit, den Kombucha zu perfektionieren: Der Biokeller war nach dem Lockdown komplett geschlossen, seit ein paar Wochen bieten sie einen Lieferservice an. "Ich möchte erst aufmachen, wenn ich das Gefühl habe, dass es sicher ist", sagt Bérangère. Hinter den Kulissen plante das Team die Eröffnung der Kombucha Kitchen, die nun durch Crowdfunding ermöglicht werden soll. 12.000 Euro müssten zusammenkommen, damit die Teebrauerei in der ehemaligen Werkstatt direkt neben dem Restaurant ausgestattet werden kann.



Wenn die Brauküche steht, wird Jakob Hörl den Brauprozess leiten, "er ist Fermentierungs-Profi", sagt Bérangère. Die Rezepte entwickelt das Team gemeinsam. "Genau wie bei unserem Essen arbeiten wir mit regionalen Zutaten. Komplett ohne Zusatzstoffe", sagt Benedikt. Probieren kann man den fertigen Kombucha später im Restaurant oder in Mitnehm-Flaschen. Geplant sind außerdem Workshops zum Thema Fermentation und ein Lieferservice per Lastenrad.

Bis Ende Juli läuft die Kampagne.