Club der Freunde

Interview

Freiburgs Bürgermeister Breiter zu Veranstaltungsabsagen: "Es geht hier um Fürsorge und Vorsorge"

Der Verwaltungsstab der Stadt Freiburg hat entschieden, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen vorerst zu untersagen. Im Interview erklärt Stefan Breiter, wie es zur Entscheidung kam.

Stefan Breiter, 52, ist seit 2018 Finanz-, Ordnungs- und Sportbürgermeister in seiner Heimatstadt Freiburg.
BZ: Was hat die Stadt jetzt zu dem Schritt bewogen, Veranstaltungen abzusagen und damit spät von der bisherigen Linie abzuweichen?
Breiter: Es hat sich im Laufe des Montagnachmittags eine neue Lage ergeben. Die Anzahl der Infizierten ist in Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald auf jeweils elf gestiegen. Hinzu kommt die Dynamik im Elsass und in der Raumschaft Basel-Stadt und Basel-Land. Wir in Freiburg und Südbaden sind nun mehr oder weniger umrahmt von Risikogebieten. Wir haben mehr als 40 000 Einpendler. Im Eugen-Keidel-Bad wird quasi Französisch gesprochen, es gibt viele Veranstaltungen mit Besuchern aus dem Elsass. Das ist eigentlich eine sehr schöne Geschichte, weil wir als Region ja auch vom Austausch mit dem Elsass, mit Frankreich leben. Aber in diesem Fall ist es kontraproduktiv.
"Es wäre fahrlässig, wenn wir jetzt nicht die Bremse gezogen hätten." BZ: Was bedeutet das für Freiburg und Südbaden?
Breiter: Ich teile uneingeschränkt die Einschätzung des Gesundheitsamtes. Dort geht man davon aus, dass auch Freiburg Risikogebiet wird. Die Frage ist nur, wann. Vor diesem Hintergrund hatten wir im Verwaltungsstab auch die Diskussion, ob wir das Konzert auf der Messe am Dienstagabend mit 8500 Besuchern noch zulassen ...

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