Anbaden

Freiburger Sportstudierende eröffnen Badesaison 2020 in der Dreisam

Lisa Torjuul

Bei drei Grad Lufttemperatur in der Dreisam planschen: Dazu trafen sich Sportstudierende am Sandfangweg –und nahmen diesmal Rücksicht auf die Laichgründe der Bachforellen.

Zum ersten Mal nach zwei Jahren Pause sind am Freitagmittag Studierende und andere Mutige bei Sonnenschein zum Anbaden in die eiskalte Dreisam gehüpft.
Schon eine kleine Tradition ist das Anbaden, das vor sieben Jahren zum ersten Mal von Sportstudierenden der Uni Freiburg organisiert wurde. Trotz drei Grad Lufttemperatur tauchen dieses Jahr mehr als 20 Badewillige auf. Einer ist extra aus Emmendingen angereist – er sei kein Student, aber kalt Baden sei gesund und halte jung.




Auf Brücke und Böschung an der Fischtreppe am Sandfangweg finden sich Schaulustige ein. Neben lauter Musik haben die Studierenden Maskottchen Lilli mitgebracht, eine aufblasbare Forelle. Denn die Badenden müssen auf Laichgründe der Bachforellen Rücksicht nehmen, die beim Anbaden vor zwei Jahren beschädigt worden waren.

Deshalb macht Initiator Kaspar Gildehaus alle noch einmal auf den festgelegten Badebereich aufmerksam. Die Organisatoren wollen mit der Aktion das neue Jahr begrüßen und das Stadtjubiläum feiern. Zum Glück spielt das Wetter mit. "Wir haben keine Eisschollen, die wir durchbrechen müssen", so ein Teilnehmer. Nervös sei er nicht. Er dusche sowieso nur kalt.

Zur körperlichen und mentalen Vorbereitung gibt es einen Aufwärmtanz und animierende Zurufe. Dann geht es ans Eingemachte: Die Gruppe begibt sich im Gänsemarsch auf die kalten Steine und springt nach einem Countdown teils entschlossen, teils zögerlich oder gar kreischend ins eiskalte Wasser. Geplanscht wird bemerkenswert lange, dann reicht’s den meisten. Die Meinungen danach reichen von "Schon echt kalt" bis "Ging, oder?"

Die Gruppe mache viel aus, sagt eine Sportstudentin: "Wenn alle gehen, geht man halt auch." Und natürlich sei sie beim nächsten Mal wieder dabei. Die Erfrischten können in der Sportfakultät duschen, um sich aufzuwärmen. Stolz und zufrieden scheinen alle – bis auf Hund Amelie auf dem Gehweg. Sie wäre gerne auch mit ins Wasser gesprungen.

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